
Energiegenossenschaften
Die Mitglieder von Energiegenossenschaften profitieren von günstigen Strom- und Wärmepreisen und sind zugleich Miteigentümer der Energieproduktionsanlagen.
Die Energiegenossenschaften sind vor allem in ländlichen Regionen durch den Zusammenschluss von mehreren Interessenten entstanden, um eine dezentrale Stromversorgung in ländlichen Siedlungen und Regionen zu ermöglichen und sicherzustellen. Sie nutzen die Kraft des Wassers durch die Umwandlung von mechanischer Energie in elektrische Energie. Fließendes Wasser treibt eine Turbine an, deren Drehbewegung an einen Generator weitergegeben wird, der die mechanische Energie in elektrische Energie bzw. klimafreundlichen Strom umwandelt.
Energiegemeinschaften
Die Energiegemeinschaft ermöglicht ihren Mitgliedern die gemeinschaftliche Erzeugung, Nutzung und den Austausch erneuerbarer Energien. Ziel ist es, wirtschaftliche Vorteile zu schaffen und die regionale Energieversorgung nachhaltiger und unabhängiger zu gestalten.
Inzwischen konnten bereits mehrere Energiegemeinschaften gegründet werden, die nahezu den gesamten Südtiroler Raum abdecken.
Fernheizwerkgenossenschaften
Bei den Fernheizwerken wird Biomasse in Form von Holz und Hackschnitzel in einem Brennkessel verbrannt. Dadurch entsteht Hitze und über einen Wärmetauscher wird diese Hitze an einen weiteren Kreislauf abgegeben. Der Kreislauf ist das Rohrleitungssystem, das beispielsweise in einer Gemeinde verlegt wird und ein Wasser- oder Dampfgemisch enthält. Über dieses wird die in der Brennkammer entstandene Hitze an die an das Rohrleitungsnetz bzw. Wärmenetz angeschlossenen Haushalte abgegeben.
Einige Fernheizwerke produzieren auch Strom mittels ORC-, Holzvergaser- oder Photovoltaikanlagen.

Biogas-Genossenschaften
Die Biogas-Genossenschaften sind vor allem in ländlichen Regionen durch den Zusammenschluss von mehreren Bauern, die mit ihrem Abfallprodukt, nämlich der Gülle, Strom und Wärme erzeugen. So können sich Siedlungen unabhängig und klimafreundlich selbst mit Strom und Wärme versorgen.
Nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft, tierische Exkremente oder Abfallstoffe aus der Lebensmittel- oder Agroindustrie werden in den Biogasanlagen mit Gülle als Inputstoff zu einem Substratgemisch vermischt. Dieses Substratgemisch wird mittels eines Fermenters unter Luftabschluss vergärt. Bei dieser Vergärung bauen Bakterien Enzyme und andere Stoffe ab, dabei entsteht unter anderem auch Biogas. Dieses Biogas wird über ein Blockheizkraftwerk mittels eines Gasmotors verbrannt und elektrische und thermische Energie produziert.
In einer Biogasanlage entsteht als Abfallprodukt ebenfalls Düngematerial, das die Bauern wiederum zum Düngen der Wiesen und Weiden verwenden können.
Trinkwasser-, Feuerlösch- und Beregnungsgenossenschaften
Südtirol verfügt über zahlreiche Quellen und Tiefbrunnen, die Wasser für Trinkwasserversorgungsanlagen, Feuerlösch- und Beregnungswasseranlagen liefern.
Trinkwassergenossenschaften in Südtirol setzen über dezentrale Investitionen eine regionale und eigenständige Trinkwasserversorgung der Bürgerinnen und Bürger um.
Ansprechpartner für Energie & Wasser
