Die Menschen im und um den Verband

An dieser Stelle möchten wir Ihnen jene Menschen vorstellen, die den Raiffeisenverband führen, mit dem Verband zusammenarbeiten oder in regem Kontakt stehen, im Raiffeisenverband in diversen Funktionen tätig sind.

Die Personen, die zu Wort kommen, erzählen Ihnen von der Arbeit im und mit dem Raiffeisenverband. Schauen Sie hier immer wieder mal rein, um mehr über die Personen zu erfahren: Die Seite wird laufend erweitert.
 


Martin Zambaldi

Leiter Fachbereich Organisation

Seit 2.1.2019 leiten Sie den Fachbereich Organisation beim Raiffeisenverband Südtirol: was machen Sie genau?

Als Teamkoordinator für den Fachbereich Organisation bin ich und meine MitarbeiterInnen für die IT-Infrastruktur und IT-Anwendungen, sowie die Projekt- und Prozesslandschaft des Raiffeisenverbandes Südtirol verantwortlich. Vereinfacht zusammengefasst verantworten wir verbandsintern alle Aspekte der IT, von der Definition über den Ankauf, die Erstellung, das Testen und das Überwachen der Systeme und Anwendungen und leisten die notwendige Unterstützung für die Anwender. Ebenso begleiten wir unsere Kundenabteilungen bei der Definition ihrer Prozesse und kümmern uns um das Projektportfolio und die entsprechende Dokumentation. Wir erstellen Statusberichte, führen Analysen durch und formulieren Vorschläge für die Weiterentwicklung der Prozess- und Projektmethodik anhand der Inputs, die wir von den Projektleitern und den Prozessverantwortlichen bekommen. Die gesammelte Information geht dann zur Generaldirektion, als Entscheidungsgrundlage für die weitere Vorgehensweise.

Über die Leitungsfunktion hinaus bin ich auch Projektleiter für das Projekt IT RVS 4.0, ein komplexes Projekt mit sehr vielen Zwischenbeziehungen, bei dem fast die gesamte IT-Infrastruktur und SW-Landschaft neu aufgestellt und soweit möglich digitalisiert wird. Das könnte man mit einer Operation am offenen Herzen vergleichen, da die Umstellung möglichst so ablaufen soll, dass die Arbeit für die einzelnen Bereiche uneingeschränkt weiterlaufen kann. Wir müssen Kontinuität gewährleisten. Im Idealfall sehen unsere Kunden plötzlich, dass eine neue Lösung da ist, welche die alte Lösung ersetzt und besser ist als die bisherige oder aber sie merken gar nicht, dass im Hintergrund z.B. ein Server gewechselt oder die Netzwerke getrennt wurden. Das ist eine große Herausforderung.

Und wie gelingt Euch das?

Ich habe das Glück, dass ich sehr motivierte und kompetente MitarbeiterInnen habe, die alle ihr Bestes geben. Wir haben auch ein gutes Projektteam mit MitarbeiterInnen aus anderen Bereichen wie Personal- oder Steuerwesen, Kommunikation usw. Diese helfen uns, unseren Blick über die reine IT-Sicht hinaus zu öffnen. Sie zeigen uns, welche weiteren Aspekte für unsere Kundenabteilungen oder z.B. aus Gründen der Kommunikation oder des Arbeitsrechts noch wichtig sind.

Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit am meisten?

Dass ich wirklich gestalterisch tätig sein kann. Es ist keine 0/8/15-Arbeit nach Schema F. Wenn ich morgens ins Büro komme, sind Projekte da und eine Grobplanung, was ich prinzipiell im Laufe des Tages abdecken muss. Sehr oft passiert es allerdings, dass ich am Ende des Tages das Büro verlasse und von den ursprünglich geplanten Tätigkeiten nur sehr wenig abdecken konnte. Es gibt in der IT einfach sehr häufig unvorhergesehene Seiteneffekte, oft gibt es auch Probleme mit IT-Systemen, wo wir kurzfristig reagieren müssen und die unsere Pläne über den Haufen werfen. Ebenso sorgen die vielen internen Partner und vor allem externen Lieferanten in den Projekten und für die IT-Systeme und -Anwendungen gelegentlich für Überraschungen, auf die es zu reagieren gilt. Diese große Dynamik und das Konfliktfeld zwischen den verschiedenen Parteien, die unterschiedliche Interessen haben, machen diese Arbeit spannend.

Wo finden Sie den Ausgleich zu Ihrer Arbeit?

Ein wichtiger Ausgleich ist sicher der Sport. In der Jugend betrieb ich viel Leistungssport, auch heute noch laufe ich sehr gerne, fahre viel mit dem Rad und gehe am Wochenende mit der Familie auf den Berg oder Klettern, im Winter gelegentlich Schifahren und Rodeln, alles ein bisschen. Ich versuche immer, Sport in den Tagesablauf zu integrieren. Das heißt jedoch nicht, dass ich täglich etwas mache, dazu fehlt mir die Zeit. Zu Hause gibt es ebenso einen „Reset“-Schalter: da nehmen mich andere Personen in Anspruch, eine davon ist meine kleine Tochter. Auch habe ich im Laufe meines Lebens gelernt, Umstände zu akzeptieren und Dinge zu relativieren. Ich versuche jeden Tag mein Bestes. Wenn man das getan hat, kann man mit gutem Gewissen sagen: ich habe getan, was ich tun konnte und für heute ist genug. Morgen ist auch noch ein Tag.

Folgen Sie einem bestimmten Lebensmotto?

Ich versuche, die Sachen bestmöglich zu machen.  Es war dabei für mich ein Lernprozess zu akzeptieren, dass es irgendwo persönliche Grenzen gibt. Ich lasse mich davon aber nicht frustrieren oder demotivieren. Es ist aber nicht das „Oh tranquillo, morgen ist auch noch ein Tag, das nicht.“ (lacht)

Wenn man mein CV anschaut, sieht man, dass ich im Durchschnitt alle zwei Jahre eine Veränderung hatte. Nicht, weil ich die Stelle wechselte, sondern weil wir regelmäßig reorganisiert wurden. Ich habe mich auch ständig weitergebildet. Das gehört dazu. Wenn mich etwas interessiert und ich da eine Wissenslücke empfinde, dann versuche ich, diese zu schließen. Das gilt für das private wie das berufliche Umfeld. Denn: Wer sich nicht weiterbildet steht still.