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„Zwischen Selbsthilfe und Marktlogik“

Das erste umfassende Buch über die Geschichte des Genossenschaftswesens in Südtirol, erschienen bei Edition Raetia.

Der erste Samstag im Juli ist als „Internationaler Tag der Genossenschaften“ im Kalender eingetragen. Das diesjährige Thema war „Genossenschaftsgrundsätze und -werte für die soziale Verantwortung der Unternehmen“. Aus diesem Anlass wurde ein Buch über die Geschichte des Genossenschaftswesens in Südtirol vorgestellt.

Ab 1870 entstanden die ersten Genossenschaften in Tirol. Von der Politik anfangs wenig beachtet gründeten katholische Priester, Bauern, Wirte, Handwerker und Kaufleute die ersten „Spar- und Darlehenskassenvereine“, die sich an den Grundideen des deutschen Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen orientierten.

Wechselvolle Geschichte
Im Raetia Verlag ist nun das erste umfassende Buch über die Geschichte des Genossenschaften in Südtirol erschienen. Im Auftrag des Amtes für Genossenschaftswesen der Provinz Bozen beleuchten der Historiker Walter Pichler und der Sozialwissenschaftler Konrad Walter die wichtigsten Abschnitte der zum Teil leid- und wechselvollen Geschichte - von den Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart, in der sich die Genossenschaften auf einem globalen Markt behaupten müssen.

Wachsende Bedeutung

Bei der Buchpräsentation in der Bozner Kolibri-Buchhandlung betonte die zuständige Landesrätin Luisa Gnecchi die wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Bedeutung des Genossenschaftswesens in Südtirol. „In den letzten Jahrzehnten ist nicht nur die Zahl der Genossenschaften gestiegen, sondern auch die wirtschaftliche Bedeutung für viele Südtiroler Familien“, meinte sie.

Breite Basis
Viele Vertreter der Genossenschaftsverbände feierten den Tag der Genossenschaften auch heuer gemeinsam. Derzeit sind 150.000 Südtirolerinnen und Südtiroler Mitglieder einer Genossenschaft. Allein dem Raiffeisenverband gehören 110.000 Einzelpersonen an.

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