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„Zusammenarbeit im Verbund verbessern“

Heiner Nicolussi-Leck, neuer alter Obmann des Raiffeisenverbandes

Heiner Nicolussi-Leck wurde bei der Vollversammlung für weitere drei Jahre in seinem Amt als Obmann bestätigt. Im Folgenden erläutert er seine Ziele und Vorhaben.

Herr Obmann, Sie sind bei der Vollversammlung für weitere drei Jahre in Ihrer Funktion bestätigt worden. Welche Ziele hatten Sie sich vor drei Jahren gesetzt und welche konnten Sie umsetzen?
Heiner Nicolussi-Leck: Zunächst möchte ich mich bei den Vertretern aller Mitgliedsgenossenschaften bedanken, die mich gewählt haben und mir für eine zweite Funktionsperiode das Vertrauen geschenkt haben. Man braucht als Obmann des Raiffeisenverbandes einige Zeit, um die Zusammenhänge und Bedürfnisse der einzelnen Mitgliedsgenossenschaften verstehen zu lernen. Vor drei Jahren habe ich dieses Amt gerne übernommen, weil ich überzeugt war, Positives zu bewirken und ich glaube, es ist uns gelungen, dem Raiffeisenverband das nötige Gewicht zu geben.

Welche Aufgaben hat der Verband vordringlich zu erfüllen?
Ich glaube, wir müssen uns offen die Frage stellen, ob der Raiffeisenverband  - so wie er heute aufgestellt ist - den Bedürfnissen der Genossenschaften in allen Punkten gerecht wird. Vielleicht sollten wir neue Dienste anbieten, andere vielleicht, die wir nicht mehr als zweckgemäß erachten, aussetzen. Eine weitere Frage wird sein, wie man die Zusammenarbeit im Verbund optimieren und die Stabilität und Kontinuität der Genossenschaftswelt erhalten kann, die durch Einflüsse von außen gefährdet scheinen.

Was bedeutet das konkret?
Aufgrund von Skandalen, die die europäische Wirtschaftswelt erschüttern, werden jene Stimmen immer lauter, die neue Regeln fordern auf Kosten der Autonomie der Genossenschaften. Es ist sehr schwierig, einem Außenstehenden, vor allem den Bürokraten in Brüssel, die Bedeutung und die Zusammenhänge des Genossenschaftssystems zu erklären. Deshalb gilt es, noch stärker als bisher, den Kontakt mit den Nachbarorganisationen in Bayern und im Trentino zu pflegen, um gemeinsam auf staatlicher und europäischer Ebene unsere Anliegen zu vertreten.

Interview: Stefan Nicolini
 

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