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Weinstatistik: Niedrige Ernte und hohe Qualität

Südtirol entwickelt sich langsam zu einem Anbaugebiet vermehrt für Weißweinsorten.

Eine vergleichsweise niedrige Ernte mit guter Qualität, höhere Auszahlungspreise und der anhaltende Trend zum Anbau von Weißweinsorten. Das sind die Eckdaten der Raiffeisen- Weinstatistik des Geschäftsjahres 2006/2007.

Dem Raiffeisenverband waren im Berichtsjahr 17 Südtiroler Kellereigenossenschaften angeschlossen. Sie haben aus der Lese 2006 eine Traubenmenge von 330.594 Dezitonnen übernommen - die drittniedrigste Anlieferung seit 1996. Die daraus erzeugte Weinmenge betrug unter Einbeziehung von Most und Konzentrat 229.900 Hektoliter. Das entspricht 65,5% der Weinproduktion Südtirols.

Rotwein schwächelt
Die Weinbaufläche hat gegenüber dem Vorjahr um 0,7% zugenommen, wobei die Rotweinsorten einen Flächenverlust von 2,0% und die Weißweinsorten einen Flächenzuwachs von 3,7% verzeichnen. Damit setzt sich der Trend in Richtung eines mehrheitlich auf Weißweine spezialisierten Anbaugebietes fort. 157.172 Dezitonnen Weißweintrauben haben die Kellereigenossenschaften 2006 übernommen - fast 10,5 Prozent mehr als bei der Vorjahresernte. Der Rotweinanteil lag daher bei nur noch 52,5% (-1,2 Prozentpunkte).

Vernatsch verliert
Auch die Fläche für die Vernatsch-Rebe hat sich Südtirolweit um 4,8 Prozent verringert. Die Anlieferungsmenge blieb jedoch mit 102.200 dt gleich. Diese Hauptsorte lag somit erstmals unter einem Drittel (30,9%) der Gesamtanlieferung. Die Sorte St. Magdalener und einige andere Rotweinsorten, wie der Rosenmuskateller hatten einen Anlieferungsrückgang zu verzeichnen. Blauburgunder und Lagrein konnten dagegen deutlich zulegen

Sauvignon auf dem Vormarsch
Die höchsten Zuwachsraten verzeichneten Sauvignon (+24,0%), Merlot (+20,6%) und Cabernet (+20%). Auch die Sorten Gewürztraminer (+ 16,6%) sowie Silvaner und Müller Thurgau haben eine gute Ernte erzielt (jeweils ein Plus von über 11%). Die mengenmäßig wichtigsten Weißweinsorten Chardonnay, Weißburgunder und Ruländer, mit jeweils einer Anlieferung von über 30.000 dt, erzielten bescheidenere Anlieferungszuwächse zwischen 4,6% und und knapp 9%.

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