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Vinschger Bauern für gemeinsame Vermarktung

Obmann Karl Dietl, Geschäftsführer Josef Wielander vor dem Sitz der VI.P in Latsch: „Wir wollen geschlossen auftreten und gemeinsam vermarkten.“

Vor kurzem fanden in den acht Obstgenossenschaften des Vinschgaus Vollversammlungen statt. Dabei wurden die Mitglieder aufgefordert, über das neue Vermarktungskonzept der Vinschgauer Produzenten (VI.P) abzustimmen. In allen Genossenschaften fand sich eine Mehrheit für das neue Konzept. Zwei Genossenschaften verknüpfen mit der Zustimmung aber eine weitere Bedingung.

„Ich bin sehr überrascht, dass das Konzept mit einer solch überzeugenden Mehrheit angenommen wurde“, sagt Josef Wielander, Geschäftsführer der VI.P. Die Mitglieder aller acht Genossenschaften sprachen sich mehrheitlich für das neue Vermarktungskonzept aus. Die Zustimmung ging von 65 Prozent bis zu 98 Prozent. Karl Dietl, Obmann der VI.P, und Geschäftsführer Wielander hatten die Wochen und Monate zuvor genutzt, das neue Vermarktungskonzept in Mitgliederversammlungen zu präsentieren.

Eine Bedingung
Zwei Obstgenossenschaften, die in einem Kooperationsvertrag miteinander eng verbunden sind, die Obstgenossenschaft ALPE in Laas und die Obervinschgauer Obstgenossenschaft OVEG in Eyrs, an die Zustimmung eine Bedingung geknüpft. Das Veto-Recht bei Abstimmungen sollte von drei auf zwei Stimmen reduziert werden. Alle anderen Genossenschaften haben das Vermarktungskonzept bedingungslos gut geheißen.

Eine Strategie
Das „Paket VI.P-Konzept“, das von den Vorständen der Vinschgauer Genossenschaften bereits Ende Juli beschlossen wurde, sieht eine zentrale Produktvermarktung und Kundenberatung vor. Etwa 12 Personen sollen demnach für die VI.P nicht wie bisher 30 Prozent, sondern die gesamte Vinschgauer Obstproduktion vermarkten. Nach dem Prinzip „ein gemeinsamer Ansprechpartner pro Großkunde“ will man verhindern, dass sich die Genossenschaften in der Preisgestaltung gegenseitig unterbieten.

Neue Vollversammlung
Bei der letzten Vorstandssitzung der VI.P wurden die beiden Obstgenossenschaften ALPE in Laas und OVEG in Eyrs aufgefordert, eine neue Vollversammlung einzuberufen, um erneut über das neue Vermarktungskonzept abzustimmen.

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