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Vinschgauer Obst gemeinsam vermarkten

Die VI.P als neue Vermarktungszentrale im Vinschgau?

Die neun Obstgenossenschaften der Vinschgauer Produzenten (VI.P) planen eine gemeinsame Vermarktung ihrer Produkte. In den Vollversammlungen der Genossenschaften fällt demnächst die Entscheidung über die Umsetzung des revolutionären Konzepts.

„Was Produktion und Struktur des Obstanbaus betrifft, bewegen wir uns bereits auf höchstem Niveau. Bei der Vermarktung könnten durch eine stärkere Zusammenarbeit Kosten eingespart und gemeinsame Vorteile genutzt werden“, meint VI.P- Direktor Josef Wielander. Das gemeinsame Vorgehen in der Vermarktung sei besonders angesichts der neuen wirtschaftlichen Entwicklungen mit den immer größeren Handelskunden von zentraler Bedeutung. 

 

Kräfte bündeln
Das „Paket VI.P.-Konzept“, das von den Vorständen der Vinschgauer Genossenschaften bereits Ende Juli mehrheitlich gutgeheißen wurde, sieht eine zentrale Produktvermarktung und Kundenberatung vor. Etwa zwölf Personen würden dann für die VI.P. die gesamte Vinschgauer Obstproduktion vermarkten und nicht nur 30 Prozent wie bisher. Nach dem Prinzip „ein gemeinsamer Ansprechpartner pro Großkunde“ will man verhindern, dass sich die Genossenschaften in der Preisgestaltung gegenseitig unterbieten.

 

Konkurrenz abbauen
Wielander will die Konkurrenz zwischen den einzelnen Genossenschaften abbauen und die gemeinsame Markposition stärken. Dadurch soll langfristig die Existenz der Bauern gesichert und eine engere Kundenbindung erzielt werden.
Das neue Konzept sieht weiters vor, die Qualitätsunterschiede der Produkte zu berücksichtigen und angemessen zu bewerten. Die einzelnen Genossenschaften bleiben als zentrale Ansprechpartner für die Bauern bestehen, nur die Vermarktung erfolgt zentral.

 

Auch südtirolweit denkbar
„Eine gemeinsame Vermarktungsstrategie könnte ich mir auch für das gesamte Südtirol vorstellen“, sagt Wielander. Zunächst geht es laut Wielander aber darum, die Vision im Vinschgau umzusetzen. Ob sich die Mitglieder der Vinschgauer Obstgenossenschaften mehrheitlich für das neue Vermarktungskonzept aussprechen, wird sich in den Vollversammlungen im Herbst zeigen.

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