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Studie Fernheizwerke in Südtirol - gute Gesamtbilanz

Die Autoren der Studie Karl Heinz Weger und Christian Schwarz

Eine wissenschaftliche Studie zu den Fernheizwerken in Südtirol präsentiert eine gute Gesamtbilanz. Die wirtschaftlichen Kennzahlen der genossenschaftlich geführten Fernheizwerke können sich sehen lassen.

In den letzten Jahren wurden in Südtirol etliche vorwiegend genossenschaftlich geführte Fernheizwerke gebaut. 14 dieser Heizwerke - errichtet im Zeitraum von 1994 bis 2005 - wurden kürzlich in einer vom Raiffeisenverband in Auftrag gegebenen Studie untersucht.

Hohe Anschlussdichte
Die Anschlussdichte (Verhältnis der tatsächlichen zu den insgesamt möglichen Abnehmern im Versorgungsgebiet) der untersuchten Heizwerke lag im Jahr 2005 zwischen 62 % und 96 %. Die höchsten Werte haben jene Heizwerke, die mehr als acht Jahre in Betrieb sind und ein kompaktes Versorgungsgebiet aufweisen.

Steigende Auslastung
Durch die kontinuierliche Erweiterung bzw. Verdichtung des Fernwärmenetzes erreichen die meisten Heizwerke nach mehreren Jahren eine Anschlussdichte von über 80 %. „Je höher die Anschlussdichte, desto besser die Auslastung des Betriebes,“ sagt Revisor Karl Heinz Weger, der die Studie gemeinsam mit Christian Schwarz, ebenfalls Revisor im Raiffeisenverband, durchgeführt hat.

Die Wärmebelegung
Ein wesentlicher Parameter der Wirtschaftlichkeit ist die Wärmebelegung. Sie definiert die verkaufte Wärmemenge pro Meter Trassenlänge. Laut der österreichischen Förderungsrichtlinien für Biomasse-Fernheizwerke ist eine Wärmebelegung des Gesamtnetzes von über 800 kWh/m Trasse vorgegeben. Der Durchschnittswert der untersuchten Südtiroler Fernheizwerke lag 2005 bei 785 kWh/m.

Potential noch ausbaufähig
“Bereits in der Planungsphase sind die Trassenverlängerungen genau zu definieren, um eine möglichst hohe Rentabilität des Werkes zu erreichen“, meint Christian Schwarz. Zusammenfassend stellt die Studie fest, dass die untersuchten Fernheizwerke wirtschaftlich gut arbeiten, das Potential an Anschlussdichte und Trassenführung jedoch noch ausbaufähig ist.

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