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Speisekartoffeln sind Gold wert

Direktor Hanspeter Felder bei der Kontrolle der angelieferten Ware.

Die Bauern sind den Launen der Natur ausgesetzt wie kaum ein anderer Berufszweig. Während im Geschäftsjahr 2005/06 die Preise in den Keller purzelten, können die Kartoffelbauern im Pustertal heuer eine überaus positive Bilanz ziehen.

„Seit dem Trockenjahr 1976 hatten wir keine solche Ernte. Es war der höchste Auszahlungspreis pro Hektar seit 30 Jahren“, meinte Anton Kronbichler, Obmann der Saatbaugenossenschaft, vor der Vollversammlung in Dietenheim. Wegen der extremen Witterung und der durch europaweite Ernteausfälle gestiegenen Nachfrage, konnte 2006/2007 ein äußerst hoher Auszahlungspreis erzielt werden.

Erlöse gestiegen
Auf knapp 152 Hektar (+ 1,85 ha) wurden im Pustertal Kartoffeln angebaut. Die angelieferte Erntemenge betrug 4.925.000 kg (- 5,4 %). Der Durchschnittsertrag lag bei 33.907 kg/ha (- 2.812 kg/ha) Die Bauern erhielten dafür einen durchschnittlichen Auszahlungspreis von 0,3033 Euro je kg, ohne Abfall. Ein Plus von 116 % im Vergleich zum Vorjahr. Der durchschnittliche Hektarerlös betrug 9.600 Euro – plus 93 % gegenüber 2005/2006.

Radicchio beliebt
Die Saatbaugenossenschaft mit Sitz in Bruneck zählt derzeit 125 Mitglieder. 83 davon sind auf Saat- und Speisekartoffeln spezialisiert. 26 Mitglieder bauen Speiserohnen an. Ein Mitglied liefert Knollensellerie, vier Mitglieder Blumenkohl, drei Mitglieder Kopfkohl und sieben Mitglieder produzieren verschiedene Sorten Radicchio und andere Salate.

Salatanbau wächst
Die Salatproduktion steigt kontinuierlich an. Die größte Anbaufläche nimmt der Radiccio Typ Chioggia mit 4,5 Hektar ein.  Landesrat Hans Berger unterstrich in seinen Grußworten die Sinnhaftigkeit auf das zweite Standbein des Gemüseanbaus zu setzen. In diesem Zusammenhang dankten Landesrat und Obmann dem ehemaligen Direktor, Daniel Felder, für die geleistete Arbeit. Seit er am 1. Juli das Rentenalter erreicht hat, ist Hanspeter Felder neuer Direktor.

Ausfälle bei Rohnen
Die Anbaufläche der Rohnen wurde um ca. 7 % ausgedehnt. Allerdings konnten fast 17 % der Fläche wegen Erdraupen- bzw. Schorfbefall nicht angeliefert werden. Die Anlieferungsmenge ging daher 160 Waggons, bzw. 37 % zurück.
Auf knapp 0,5 Hektar wurden Knollensellerie angebaut. Der Durchschnittsertrag war, da nicht künstlich bewässert wurde, um knapp die Hälfte geringer als im vergangenen Jahr. Die durchschnittlichen Verkaufspreise lagen dagegen um 44,14 % höher.

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