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Schutzkonsortium Südtiroler Qualitätsweine gegründet

Der Verwaltungsrat: Helmuth Zanotti (Direktor), Armin Dissertori (Präsident), Michael Bradlwarter, Anton Zublasing, Luis Frötscher (Direktor Kellereiverband), Leo Tiefenthaler, Manfred Schullian

Das „Konsortium zum Schutze der Südtiroler Qualitätsweine“ wurde Mitte Oktober aus der Taufe gehoben. Es soll die Qualitätsbestrebungen der Südtiroler Weinwirtschaft stärken und durch regelmäßige Kontrollen das hohe Niveau der Südtiroler Weine sichern.

Bereits 1992 hat Italien mit einem nationalen Weingesetz die Einführung von Schutzkonsortien für die DOC-Weine vorgesehen. Neue gesetzliche Bestimmungen verlangen nun ab kommendem Jahr einen eigenen Kontrollplan für jede einzelne DOC-Bezeichnung.

„Südtirol“ und „Kalterersee“
Südtirols Kellereigenossenschaften haben daher die Initiative ergriffen und ein Schutzkonsortium gegründet, das die Kontrollen für die DOC-Bezeichnungen „Südtirol“ und „Kalterersee“ durchführen soll. „Wir haben den ersten Schritt gesetzt“, sagt Helmut Zanotti, designierter Direktor des Verbandes der Kellereigenossenschaften und gleichzeitig Direktor des Schutzkonsortiums.

Zentrales Organ
Nach Anerkennung durch die zuständigen Stellen in Rom wird das Konsortium das zentrale Organ der Südtiroler Weinwirtschaft, dem alle Südtiroler Kellereien und Weinabfüller beitreten können. Die Vertreter der freien Weinbauern und der privaten Weingüter zeigen sich allerdings verwundert darüber, dass sie bei der Gründung des Konsortiums nicht einbezogen wurden „Wir haben bereits Kontakt mit den anderen Weinverbänden aufgenommen, um eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten“, sagt Armin Dissertori, Obmann der Kellereigenossenschaft Kaltern und Präsident des Konsortiums. 

Weinbaupolitik
In Zukunft soll das Konsortium die Qualitätskriterien festlegen, aktiv Weinbaupolitik betreiben und die grundsätzliche Positionierung des Weinlandes Südtirol im In- und Ausland definieren. Gerade in Hinblick auf die Überarbeitung der Europäischen Weinmarktordnung und der damit verbundenen Öffnung der Märkte ist es notwendig, als kleines Weinbaugebiet einheitlich und selbstbewusst aufzutreten und die eigenen Interessen in Rom und Brüssel zu verteidigen, so das Credo des Verwaltungsrates.

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