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Pusterer Kartoffeln sind heuer Mangelware

Rohnenernte im Pustertal. Die Sortier- anlagen der Saatbaugenossenschaft Bruneck bekommen wetterbedingt weniger Gemüse angeliefert, als üblich.

Im Vinschgau waren es die Marillen, im Pustertal sind es nun die Kartoffeln. Wegen der schlechten Witterung beklagen die Bauern einen Rückgang der Kartoffelmenge von bis zu 50 Prozent.

Noch ist die Ernte nicht zur Gänze eingefahren, doch das Bild, das sich abzeichnet, ist düster: in Bruneck und Umgebung, wo die Ernte bereits abgeschlossen ist, wurden bis zu 50 Prozent weniger Kartoffeln geerntet als im vorigen Jahr. Grund ist die äußerst feuchte Witterung während der Vegetationsperiode im Mai und Juni sowie die kühlen Augusttage.

Hagelschlag
In den Äckern bei Olang, Rasen und Antholz wurden die Triebe der Kartoffeln zudem durch intensiven Hagelschlag in Mitleidenschaft gezogen. „Es hat in manchen Gegenden bis zu viermal gehagelt, was sehr ungewöhnlich ist. Dadurch gab es eine dreiwöchige Wachstumspause“, sagt Hanspeter Felder, Geschäftsführer der Pustertaler Saatbaugenossenschaft.  So schätzt Felder im mittleren Pustertal einen Hektarertrag von 25.000 Kilogramm und in Bruneck und Umgebung von 35.000 bis 40.000 Kilogramm. „Nur durch konsequente Behandlung konnten die Fäulnisschäden in Grenzen gehalten werden“, sagt Felder.

Gemüseanbau
Auch im Gemüsebau zeigt sich dasselbe Szenario. In Bruneck, Dietenheim und Aufhofen musste das Gemüse wie Karfiol und Blattsalat  früher als geplant geerntet werden, da sonst Komplikationen zu erwarten gewesen wären. Die Kartoffelernte wird derzeit im Pustertal abgeschlossen. Bei der für den 24. Oktober angesetzten Vollversammlung der Saatbaugenossenschaft werden dann die genauen Zahlen zur Verfügung stehen.

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