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Obststatistik: Gute Ernte und hohe Erträge

Apfelsortieranlage: Qualität braucht Kontrolle.

Gut 91 Prozent der gesamten Obstproduktion Südtirols wird von den Raiffeisen-Genossenschaften eingelagert, verarbeitet und vermarktet. Die neuesten Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2006/2007 zeichnen ein durchwegs positives Bild der Obstwirtschaft Südtirols.

Dem Raiffeisenverband gehörten zum Zeitpunkt der Ernte 2006 alle 35 in Südtirol tätigen Obst- und Gemüsebaugenossenschaften an, von denen 28 für die Erfassung der Obststatistik berücksichtigt worden sind. Sie zeichnen für 91,1% (Vorjahr 91,2%) der gesamten Kernobstproduktion Südtirols verantwortlich.

14 Prozent der europäischen Produktion

Der Anteil der Südtiroler Apfelproduktion der Ernte der 15 EU-Länder betrug 13,9 Prozent (Vorjahr 13,0%), jener der angeschlossenen Obstgenossenschaften 12,1% (Vorjahr 11,9%). In den alten EU-Ländern sind 2006 6% weniger Äpfel erzeugt worden als im Vorjahr, in der erweiterten EU 3,85% weniger. In Südtirol gab es dagegen einen bescheidenen Zuwachs.

Gute Vermarktung
Von diesem seit Jahren knappsten Angebot in der EU hat vor allem das konventionell angebaute Obst profitiert. Die Steigerungsraten der Verkaufspreise lagen für Tafelobst bei 20,5% und bei Industrieobst sogar bei 24,0%. Der Verkaufspreis für biologisches Tafelobst stieg im Vergleich nur um 7,9% und jener für Industrieobst um 1,1%.

Ertrag erhöht
2006 ist den Obstgenossenschaften mit 845.665 Tonnen eine hohe Erntemenge angeliefert worden. Die Tafelobstanlieferung lag mit einem Anteil von 777.350 t um 0,6% höher aus als im Vorjahr. Die Menge des biologisch erzeugten Obstes blieb nahezu unverändert, einzig der Anteil des Tafelobstes stieg um 1,2%. Seit 1998 ist die Anlieferungsentwicklung von Äpfeln in Italien (- 8%) und der EU 15 (-10%) rückläufig. Südtirols Obstgenossenschaften konnten im gleichen Zeitraum die eine Steigerung von 16,0% verzeichnen.

Höhere Preise
An die 7.195 Mitglieder und an die Lieferanten auf Ehre sind für die Ernte 2006 346,49 Mio. Euro ausbezahlt worden, das ist gut ein Drittel (87,09 Mio.) mehr als im Vorjahr. Rechnet man die Beiträge für die umweltschonende Produktionsweise (Agrios und Verwirrungsmethode) in Höhe von 7,57 Mio. Euro hinzu, sind insgesamt 354,05 Mio. Euro ausbezahlt worden. Das sind 41,87 Cent pro Kilo angeliefertes Obst. Der Gesamtauszahlungspreis lag somit knapp ein Drittel (10,19 Cent/kg) über dem Vorjahreswert. Dies ist der drittbeste Auszahlungspreis seit 1980.

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