News

Raiffeisen fördert Bergbauernfamilien

Preisverleihung 2009: Dank und Anerkennung für die Bergbauern.

Sie sind zwar keine Helden, aber sie haben die Jury dennoch einstimmig überzeugen können, dass sie sich den heurigen Bergbauernpreis verdient haben. Drei Familien – stellvertretend für viele andere – konnten im Rahmen der Vollversammlung die Ehrung entgegen nehmen.

Die Landesversammlung des Südtiroler Bauernbundes stand heuer unter dem Motto „Bauer sein – Bauer bleiben“. Um den Bergbauern auch in Zukunft eine sichere Existenz zu gewährleisten, bedarf es nicht nur öffentlicher Förderungen, sondern auch der Wertschätzung durch die Gesellschaft. Der Raiffeisen-Bergbauernpreis dient nicht zuletzt auch durch seinen Werbeeffekt diesem Ziel.

Schwierige Bedingungen

Die Familien Elke und Egon Parth aus Tanas (Untertels), Theresia Moosmair aus St. Leonhard in Passeier (Sternhof), sowie Anna und Hubertus Appenbichler aus Prags (Schacherhof)  erhielten den mit 8.000 Euro dotierten Raiffeisen–Bergbauernpreis 2009. Alle drei Familien bewirtschaften unter schwierigsten Bedingungen muster- gültig ihre Höfe und finden dabei immer noch zeit, sich ehrenamtlich in der Dorfgemeinschaft zu engagieren.

Dank und Anerkennung
„Was Bergbauern täglich leisten, ist enorm. Das verdient Anerkennung und Respekt“, sagte Leo Tiefenthaler, neuer Obmann des Bauernbundes und Obstbauer in Montan. „Sehen Sie den Bergbauernpreis als ein symbolisches, aber bleibendes Zeichen des öffentlichen Dankes für Ihre achtenswerte Leistung und Arbeit“, ergänzte Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes in seiner Laudatio.

Am Gentechnikverbot festhalten
Leo Tiefenthaler nutzte die Gelegenheit, seine programmatischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre zu präsentieren. “Ich möchte den Bauernbund mehr als bisher zu einem Anwalt des ländlichen Raumes und seiner Menschen machen“, betonte er.
Als Gastreferent unterstrich der österreichische Landwirtschafts- und Umwelt- minister Niki Berlakovich den Anspruch einer gentechnikfreien Produktion als Kernforderung der österreichischen Agrarpolitik. Zugleich lobte er den Innovations- schub, den die Landwirtschaft in den letzten Jahren erlebt habe.

Gutes Image der Landwirtschaft
Hansjörg Walter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, skizzierte in seinem Referat die bäuerliche Entwicklung in der Schweiz. „Die Landwirtschaft ist ein großer Sympathieträger und genießt in der Bevölkerung ein gutes Image“, sagte Walter. „Für regionale Produkte muss auch bei uns stärker als bisher geworben werden“, fügte Berlakovich hinzu.   

Die Familien Moosmair, Appenbichler und Parth erhielten den Bergbauernpreis 2009. Raiffeisen-Generaldirektor Paul Gasser (li. außen) und Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes (re. außen) gratulierten herzlich.
zum Archiv