News

Neues Fernheizwerk in Pfalzen in Betrieb

Die Gemeinde Pfalzen hat ein neues Fernheizwerk.

Der Probebetrieb wurde Mitte Dezember erfolgreich gestartet. Damit betreiben die 120 Mitglieder des Energiewerkes aktiven Umweltschutz.

Aus dem Kamin des Fernheizwerkes von Pfalzen entweicht nur harmloser Wasserdampf. Der Probebetrieb mit einem Heizkessel konnte wie geplant noch vor Weihnachten aufgenommen werden. Die Arbeiten sind damit aber noch lange nicht abgeschlossen: Ein zweiter Ofen muss erst noch eingebaut werden.

Heizen mit heimischen Holzresten

Das neue Heizwerk verfügt über eine Hackschnitzelanlage, die u. a. mit den Holz- resten aus den Wäldern der Umgebung gespeist wird. Der Gemeinderat hatte sich bereits vor zwei Jahren für den Bau ausgesprochen und mögliche Baugründe ausgewiesen. Mit der Planung der Struktur konnte dann im vergangenen Jahr begonnen werden. Von den drei möglichen Standorten hatte man sich für den jetzigen entschieden, der nur einen Steinwurf vom Dorfzentrum entfernt liegt.

Fernwärme für das gesamte Dorf

Zurzeit hat das Energiewerk Pfalzen 114 Mitglieder, die 9 Eurocent pro Kilowatt Wärmeenergie zahlen. Mit der Fernwärme von 90 Grad Celsius werden 208 Ein- heiten versorgt, darunter 186 private Haushalte. Aber auch Geschäfte, Betriebe und 12 öffentliche Gebäude, wie das Gemeindehaus und die Pfarrei sind dem Werk bereits jetzt angeschlossen. „Das Werk wurde so konzipiert, dass das gesamte Dorf angeschlossen werden kann“, betont Obmann Walter Nöckler, der selbst einen Tischlereibetrieb führt.

Neues Datennetz inklusive

Die Anschlussleistung beträgt derzeit 4,4 Megawatt. Da in diesem Jahr der zweite Heizkessel in Betrieb genommen wird und gleichzeitig 22 neue Wärmeabnehmer hinzukommen, wird die Anschlussleistung auf ca. 6 MW steigen. Parallel zum Rohr- leitungsnetz, für das beim ersten Baulos 6.100 Laufmeter Rohrleitungen verlegt wurden, wird ein Glasfaserkabel für das Datennetz installiert. Nach der Anbindung an das Glasfasernetz in Bruneck kann damit über Raiffeisen OnLine oder Brenner- com auch ein schnelles Breitband Internet zur Verfügung gestellt werden. Derzeit denkt man außerdem über den Aufbau einer eigenen Stromproduktion nach, die staatlich gefördert wird. Die Baukosten von 6,5 Mio. Euro (30 Prozent davon sind Landesbeiträge) würden sich dadurch wesentlich schneller amortisieren.

zum Archiv