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Neue Solaranlage in Algund

Auf dem Dach der Obstgenossenschaft Algund wird Strom für umgerechnet 250 Haushalte erzeugt.

Vor kurzem wurde an der Obstgenossenschaft Algund die neue Fotovoltaikanlage offiziell eingeweiht. Mit knapp 7.000 Quadratmetern ist sie eine der größten Anlagen in Südtirol. Ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz.

„Auch wir möchten einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten“, sagte Rudolf Ladurner, Obmann der Obstgenossen- schaft Algund, bei der Einweihungsfeier. Nach einer Bauzeit von fünf Monaten konnte die Anlage bereits Mitte Dezember vorigen Jahres in Betrieb genommen werden. Der Bau kostete die Genossenschaft vier Millionen Euro.

Mehr als der Eigenbedarf
Insgesamt wurden am Dach der Obstgenossenschaft 5.140 Solarmodule installiert, die rund 950 Kilowattstunden Strom produzieren können. Jedes Modul erzeugt zwischen 170 und 190 Watt Gleichstrom, die anschließend in Wechselstrom umgewandelt werden. Dafür wurden insgesamt 10.500 Meter Montageschienen und 30.000 Meter Kabel verlegt. 70 Prozent des erzeugten Stroms wird im eigenen Betrieb verbraucht, 30 Prozent werden den Etschwerken verkauft.

Einsparpotential nutzen
Zurzeit werden in Südtirol rund 54 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt, sagte Umweltlandesrat Michl Laimer. „Dennoch sind wir weltweit noch weit entfernt von einer nachhaltigen Energiepolitik. Auch bei uns wird viel zu wenig über Energieeinsparung nachgedacht“, so der Landesrat. Er kritisierte auch die italienische Regierung, die gerade eine Reduzierung der Fördermittel für erneuerbare Energiequellen beschlossen hat. Damit werden solche Umweltprojekte bald nicht mehr rentabel sein.

Förderpolitik

Ab 2005 förderte die italienische Mitte-Links-Regierung die Erzeugung elektrischer Energie mittels regenerativer Energiequellen. Für jede mit Fotovoltaikanlagen produzierte kWh wird 20 Jahre lang rund das doppelte des geltenden Marktpreises ausbezahlt. Die Anlage in Algund wird mit 0,40 € pro kWh gefördert. Dazu kommt der Gewinn aus dem verkauften Strom. „Insgesamt erhoffen wir uns einen Erlös von 487.000 Euro im Jahr“, so Obmann Ladurner.

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