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Modernste Technik im Obstmagazin

In der Obstgenossenschaft CAFA Meran hat die Zukunft bereits begonnen. Durch den Einsatz von Robotern wurde die interne Logistik völlig automatisiert. Entstanden ist einer der modernsten Obstverarbeitungs- betriebe in Europa.

Herzstück des komplett erneuerten Obstmagazins der Cafa ist die voll- automatisierte interne Logistik, die erstmals in einem Obstverarbeitungs- betrieb zum Einsatz kommt. Dazu gehören zwei neue Sortieranlagen mit insgesamt 102 Ausgängen, 12 Transport-Schuttles für den internen Warentransport und 12 Abpacklinien für die verschiedensten Verpackungsarten. Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf 20 Mio. Euro.

Hochregallager
„Neuland betritt die Obstgenossenschaft auch durch die Errichtung eines Hoch- regallagers, das Stellplatz für über 7.500 Großkisten schafft“, sagte Obmann Stefan Klotzner mit sichtlichem Stolz auf die Vorzüge der neuen Anlage. Landeshauptmann Luis Durnwalder würdigte die weitblickende Firmen- strategie der Genossenschaft. Landesrat Hans Berger verwies auf den immer stärkeren Preisdruck durch die großen Handelsketten und betonte, dass einzig Stärke und Gemeinsamkeit zum Ziel führten. Auch Robert Nicolussi, Revisionsdirektor des Raiffeisenverbandes, gratulierte und lobte die Innovationsbereitschaft der CAFA.

Besucherrundgang
Im Zuge der Modernisierung schafft die Cafa auch einen Zugang für interessierte Besucher. Ein 200 Meter langer Parcours soll Einsicht in das Innenleben der Obstgenossenschaft geben. „Die Besucher erhalten einen Einblick in den gesamten Produktionsablauf“, sagte dazu Geschäftsführer Stefan Mittermair. Die Führungen, an denen auch Schulklassen teilnehmen können, werden in deutscher, italienischer, englischer und spanischer Sprache angeboten.

Modernste Technik
Die neue Sortieranlage der CAFA entspricht der IQS3-Klassifizierung und ermöglicht eine lückenlose Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Apfels bis zu seiner Herkunft. Zudem bietet ein neues Verfahren die Möglichkeit, die Fruchtschalenoberfläche der Äpfel zu kartieren. Alle Äpfel laufen über einen Leuchttisch und werden dabei 50 Mal fotografiert. Die von einem Computerprogramm ausgewerteten Fotos erlauben eine exakte qualitative Bestimmung eines jeden Apfels.
Trotz Automatisierung und dem Wegfall der Stapelfahrer soll es laut Betriebsführung keinen Stellenabbau geben. „Es gibt immer mehr Kleinverpackungen, die Handarbeit notwendig machen“, so Mittermair.

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