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Genossenschaftliche Energie im Aufwind

REV-Geschäftsführer Rudi Rienzner und Obmann Georg Wunderer

Die dritte ordentliche Vollversammlung des Raiffeisen Energieverbands hat aufgezeigt wie wichtig das Thema Energie in den kommenden Jahren auch in Südtirol sein wird. Verbandspräsident Georg Wunderer plädierte erneut für eine dezentrale und nachhaltige Energiewirtschaft.

Südtirol hat, so Wunderer, die besten Voraussetzungen für eine dezentralisierte Energieproduktion. Schon heute arbeiten im Land über 780 Wasserkraftwerke, die 27,4 Prozent der produzierten Energie liefern. Der Anteil erneuerbarer Energieträger am Gesamtenergieverbrauch soll – so der politische Wille - bis 2020 sogar auf 75 Prozent ansteigen. Ein gutes Signal für eine dezentrale Energieversorgung, meinte Wunderer.

Service erweitert
Im vergangenen Jahr hat der Raiffeisen Energieverband sein Serviceangebot ausgebaut. So können REV-Mitglieder sowohl die Stromverrechnung als auch alle anderen Dienstleistungen über den Verband abwickeln. Der REV übernimmt den Verkauf von Stromüberschüssen und vertreibt die „Grünen Zertifikate“, die Nutzern erneuerbarer Energiequellen zustehen. Mit dem Raiffeisen Versicherungsdienst wurde zudem ein Versicherungspaket mit besonderen Konditionen für Kraftwerks- betreiber vereinbart.

Interne Strukturen ausbauen
Robert Nicolussi, Revisionsdirektor des Raiffeisenverbandes, lobte die bisher geleistete Aufbauarbeit und regte gleichzeitig an, eigene interne Strukturen aufzubauen - noch würden zu viele Dienstleistungen ausgelagert. Der 2006 gegründete Raiffeisen Energieverband ist Mitglied es Europäischen Verbands mittelständischer Energieunternehmen und zählt aktuell 120 Mitglieder.

Gemeindenpräsident Arnold Schuler, GF Rudi Rienzner, Revisionsdirektor Robert Nicolussi, Landesrat Michl Laimer, Landtagsabg. Josef Noggler, Obmann Georg Wunderer
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