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Neue Datenverarbeitung für Vinschger Obstbauern

Das Projektteam des RIS: Florian Thaler, Marco Schwarz, Doris Gasslitter (Projektleiterin), Josef Wielander (Geschäftsführer der VI.P), Alberta Egger (Leiterin Informatik), Michaela Preindl

Seit dem 1. August wird der Verkauf in den neun Obstgenossenschaften des Vinschgau zentral gesteuert. Das Verwaltungsprogramm dazu erstellte die Informatik im Raiffeisenverband.

Acht Obstgenossenschaften und eine Erzeugergenossenschaft für Beerenobst im Martelltal bilden die Vinschgauer Obstproduzenten (Vi.P) mit Verwaltungssitz in Latsch. Diese haben im Jahr 2005 245000 Tonnen Obst eingefahren - das sind 30 Prozent der Ernte Südtirols.

Neues Vermarktungskonzept
Ende vergangenen Jahres einigten sich die Obstgenossenschaften ein neues Verkaufskonzept umzusetzen. Dieses sieht u.a. eine zentrale Obstvermarktung und Kundenbetreuung vor. Während also bisher jeder Geschäftsführer ausschließlich für die Vermarktung seiner eigenen Ware verantwortlich war, so kann er nun über die Ware des gesamten Vinschgau verfügen, die über die Vi.P-Zentrale vermarktet wird. „Das bedeutet eine Vereinheitlichung des Marktauftritts und eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber den Großkunden“, sagt Geschäftsführer Josef Wielander.

Neuer Geschäftsprozess
Das dafür nötige Computerprogramm lieferte die Informatik des Raiffeisenverbandes, das Raiffeisen-Informations-System (RIS). Von der zentralen Auftragserfassung bis zur Rechnungslegung und Auszahlung an die Genossenschaften wurde der gesamte Geschäftsprozess neu gestaltet. Dazu wurden Projektgruppen eingesetzt, die u.a. aus den Geschäftsfeldleitern, Disponenten und Buchhaltern der Vi.P bestanden. „So konnten wir sicherstellen, dass nichts an den Bedürfnissen der Anwender vorbei entwickelt wurde“, sagt Doris Gasslitter, Projektleiterin des RIS im Raiffeisenverband.

Gute Zusammenarbeit

Vorteilhaft war die dabei Tatsache, dass der gesamte Vinschgau bereits seit dem Jahr 2000 mit den Programmen des RIS arbeitet. „Die Zusammenarbeit war in den letzten Jahren sehr gut“, bestätigt Wielander. Entsprechend gut läuft nun auch das neue Verkaufsmodell. Die bestellte Ware wird ab sofort von der einzelnen Genossenschaft an die VI.P übergeben. Sie tritt als einziger Ansprechpartner bei den Kunden auf und stellt die Rechnung. Ein Modell, das Schule machen kann.

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