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Mit Fernwärme in die Zukunft

Heinrich Noggler vor dem Baugrund des Fernheizwerkes in den „Rauten“ bei St. Valentin a.d.Haide

In Zeiten steigender Erdöl- und Erdgaspreise wird die Nutzung alternativer Energieformen immer wichtiger. In den Gemeinden Reschen und St. Valentin sind Genossenschaften zum Bau von Fernheizwerken gegründet worden. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein.  

Die Produktion von Energie aus Biomasse ist in Südtirol bereits stark ausgereift. Die bestehenden 35 Fernheizwerke erzeugen fast ein Viertel des Südtiroler Heizbedarfs. Jetzt ist auch im Obervinschgau der Bau von zwei so genannten Hackschnitzelanlagen geplant. In diesen Anlagen wird durch die Verbrennungsenergie von Holzabfällen Wasser erhitzt, welches dann über ein Leitungsnetz  zu den Abnehmern fließt.  

30 Prozent weniger Heizkosten
Der Vorteil von Fernheizwerken liegt nach wie vor bei den Kosten. „ Schätzungsweise können durch das Fernheizwerk 30 Prozent der Heizungskosten eingespart werden. In unserer Gemeinde wird durchschnittlich sechs Monate geheizt, das sind besonders günstige Voraussetzungen für ein solches Heizwerk“, sagt Heinrich Noggler, Obmann der Bioenergiegenossenschaft St. Valentin.  

Fertigstellung 2007
Die Maximalleistung der beiden Biomasse Heizkessel in St. Valentin beträgt insgesamt 2800kW, fast 80 Prozent der Wärmeabnehmer sollen mit der Energie des Fernheizwerkes versorgt werden. Noch im Herbst wird mit den Bauarbeiten begonnen, bis Ende 2007 sollen ein Großteil der Haushalte und Betriebe im Dorfkern mit Fernwärme versorgt werden können.  

Mehr Mitglieder- mehr Rentabilität
Die Bioenergiegenossenschaft St. Valentin zählt derzeit über 60 Mitlieder. Eine Ausdehnung des Netzes ist bei ausreichender Nachfrage durchaus möglich. Denn je mehr Haushalte und Betriebe sich beteiligen, umso rentabler wird die Fernwärme. Auch die öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde werden an das Netz angeschlossen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf etwa 3,5 Mio. Euro.   .        

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