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Milkon erhält Umweltzertifizierung

Bereits Anfang Jänner hat die Milkon das Umweltzertifikat ISO 4001erhalten. Der freiwillige Zertifizierungsprozess hat zum Ziel, die Belastungen für die Umwelt zu minimieren und das Umweltschutzniveau des Unternehmens wirksam zu dokumentieren. Jetzt wurde die Zertifizierungs-Urkunde übergeben.

Bisher war die Sennereigenossenschaft Algund die einzige Sennerei in Südtirol, die eine ISO-Zertifizierung besaß. Nun folgt der „Riese“, das Milchkonsortium „Milkon“, das 61 Prozent der Gesamtproduktion Südtirols auf sich vereint. „Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen“, sagte Geschäftsführer Robert Zampieri bei der Präsentation am Sitz der Milkon am Bozner Boden.

Verbindung von Ökonomie und Ökologie
Im Frühjahr 2005 hatte der Verwaltungsrat beschlossen, ein Umweltschutzkonzept zu erstellen, das alle Bereiche der Betriebe Mila in Bozen und Senni in Bruneck umfassen sollte. Mit Hilfe der Fachleute der Umweltagentur und unter Aufsicht der österreichischen Zertifizierungsstelle ÖQS wurde das Konzept in den letzten Monaten umgesetzt. „Der Kampf Ökologie gegen Ökonomie gehört der Vergangenheit an“, sagte Umweltlandesrat Michl Laimer bei der Präsentation.

Paradigmenwechsel
Für die Angestellten der Milkon bedeutet die Zertifizierung ein radikales Umdenken, das alle Produktionsbereiche umfasst. Wilfried von Mersi, Qualitäts-Verantwortlicher bei Milkon, rechnete vor, in welchen Bereichen es ein Einsparpotential für den Betrieb gibt, das sich noch im laufenden Jahr umsetzen lässt:

  • Reduzierung der Abwasser um 110 t
  • Reduzierung der Kartonagen um 33%
  • Reduzierung des Restmülls um 7% auf 53 t
  • Reduzierung des Verbrauchs von Reinigungsmitteln um 10%
  • Senkung des Energieverbrauchs
  • Senkung des Wasserverbrauchs

Allein bei der Abwasser-Reduzierung der erwartet von Mersi Einsparungen von 600.000 Euro jährlich. Insgesamt beläuft sich die Kostenersparnis auf ca. 850.000 Euro.

Imagegewinn
Für Landesrat Hans Berger geht von der Zertifizierung eine Signalwirkung auch auf andere Betriebe aus: „Das Zertifikat bedeutet eine zusätzliche Qualitätsgarantie und ein Imagegewinn.“
Mit der offiziellen Übergabe des ISO-Zertifikats an Milkon-Obmann Alfons Alber ist der Prozess nicht abgeschlossen. Die Umweltziele und die Maßnahmen zu deren Umsetzung werden jährlich durch die Zertifizierungsstelle überprüft. „Wir hoffen dadurch bei unseren Großkunden einen Wettbewerbsgewinn zu erzielen und neue Märkte zu erschließen“, sagte Zampieri.

Pressekonferenz bei der Milkon in Bozen: Offizielle Auszeichnung der Milkon mit der Zertifizierungsurkunde nach ISO 4001
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