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Milchhof Sterzing expandiert weiter

Obmann Franz Hochrainer und Geschäftsführer Günther Seidner kontrollieren die eigene Ware.

Der Milchhof Sterzing vergrößert sich, sowohl quantitativ als auch qualitativ. In Kürze wird das neue Kommissionslager seiner Bestimmung übergeben. Für die kommenden Jahre sind weitere Produktivitätssteigerungen geplant.

Der Milchhof Sterzing ist eine der ältesten Sennereigenossenschaften Südtirols. Im Jahr 1884 gegründet, zählt sie heute über 500 Mitgliedsbetriebe, deren Wiesen zwischen 900 und 2000 Metern Seehöhe liegen und die täglich an die 130.000 Liter Milch liefern. Davon werden 80 Prozent veredelt, also zu Joghurt, Butter, Milch, Sahne und Käse verarbeitet. 20 Prozent verlassen den Milchhof als Frischmilch. Für die nahe Zukunft wird eine vollständige Verarbeitung der Milch angestrebt.

Neue Lagerhalle
Zur Zeit laufen die Arbeiten an der neuen Lager- und Verladehalle auf Hochtouren. Hier soll ein erweitertes leistungsfähiges und vollautomatisiertes Lager entstehen, das den modernen Erfordernissen des Milchhofes entspricht. Sieben Verladerampen werden gebaut. Durch den Umbau soll die Nachtschicht der Mitarbeiter abgeschafft werden.

Gutes Marketing
In den vergangenen Jahren konnte der Milchhof eine durchschnittliche Steigerung der Produktivität von jährlich 10 Prozent erreichen. Die Käufer sind ausschließlich im italienischen Inlandsmarkt zu finden. Dementsprechend konzentriert sich auch die Werbung auf italienische Kunden. „Wir haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und sind in allen führenden Handelsketten vertreten“, sagt Geschäftsführer Günther Seidner.

Bio-Produkte
Aus diesem Grund befindet sich der Milchhof Sterzing heute auf Position 4 des italienischen Joghurtmarktes und erzielt einen Jahresumsatz von rund 50 Mio. Euro. Als einziger Milchhof Südtirols verkauft er auch Bio-Produkte wie Bio-Joghurt, dessen Umsatz in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Der Auszahlungspreis für den Mitgliedsbauern kann sich sehen lassen: Der Bauer bekommt durchschnittlich 50 Euro/Cent pro Liter Milch.

Der Milchhof Sterzing wird an der Westseite um ein modernes Vertriebslager erweitert.
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