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Milchhof Brixen: Milchpreis 2005 leicht gesunken

Obmann Franz Kaser spricht zur Vollversammlung der Brimi

Der Milchhof Brixen (Brimi) ist im Umbruch. Im vergangenen Jahr wurden Neuinvestitionen in Angriff genommen, die einen nachhaltigen Erfolg sichern sollen. Allerdings ist der Milchauszahlungspreis leicht gesunken - bei leicht erhöhter Anlieferungsmenge.

"Es gab intern große organisatorische Veränderungen. Die Werkserweiterung musste vorangetrieben werden, Neuinvestitionen mussten in Angriff genommen werden. Aber vor allem galt es, durch geeignete Maßnahmen die Marktposition weiter zu verbessern", sagte Franz Kaser, Obmann des Milchhofes Brixen, auf der Vollversammlung des Milchhofes in der Cusanus-Akademie Brixen.

Auszahlungspreis gesunken
Trotz Umsatzsteigerung und leichten Preissteigerungen bei den wichtigsten Produkten konnte der Auszahlungspreis des Vorjahres nicht gehalten werden. Ein Mitgliedsbauer der Brimi bekam durchschnittlich 43,48 Cent pro Liter.  „Wir liegen jedoch noch immer über dem Landesschnitt von 41,8 Cent“, so Obmann Kaser.

90 Prozent Veredelung
Der Erfolg der Brimi liegt im hohen Veredelungsgrad. Fast 90 Prozent der Frischmilch wurde in der Genossenschaft verarbeitet. Insgesamt wurden 70 Mio. Kilogramm veredelt, 2,2 Millionen Kilogramm mehr Milch als im Vorjahr. Der Großteil des Milchfettes wurde zu Schabser Butter und zu Brimi-Mascarpone verarbeitet. Weiters wurden über 78 Mio. Kg Molke in Molkekonzentrat verwandelt.

Umsatzsteigerung
Der Produktumsatz konnte im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent auf 41,1 Millionen Euro gesteigert werden. Die 888 aktiven Mitglieder lieferten im Durchschnitt 205.797 Liter Milch pro Tag. Die Eigenmilchmenge ist um 693.633 Liter auf insgesamt 63,76 Millionen Liter gestiegen. „Wir haben eine relativ stabile Situation und keine Angst vor der Zukunft. Einen Preissturz schließe ich aus“, sagte Geschäftsführer Willi Tauber.

Kooperationsabkommen mit Milkon
Das im Jahr 2002 abgeschlossene Kooperationsabkommen zwischen der Brimi und der Milkon läuft heuer aus. Brimi hat sich bisher verpflichtet Milch von der Mila zu Mitgliederkonzessionen zur Mozzarella-Herstellung zu beziehen. Wie die Kooperation in Zukunft ausschauen soll ist noch offen.
Obmann Alfons Alber, Obmann der Milkon, ließ in seinen Grußworten an die Mitglieder der Brimi aufhorchen. In Zukunft sollte die Brimi  „die Mindestabnahme des Milchäquivalenz für den Mozzarella-Vertrieb nach saisonal nachvollziehbaren Kriterien sowie die Bereitschaft in Auftragsfertigung sämtliche Brimi-Produkte zur Verfügung stellen“, sagte Alber.
Geschäftsführer Willi Tauber, hofft auf eine sinnvolle Erneuerung des Kooperationsabkommens, die beide Partner zufrieden stellt.

Die Vollversammlung der Brimi in der Cusanus-Akademie in Brixen
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