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Milchhof Brixen im neuen Kleid

Willi Tauber, Geschäftsführer der Brimi, setzt auf Innovation.

Die Umbauarbeiten am Milchhof Brixen (Brimi) sind fast beendet. Die Eröffnungsfeier wird allerdings erst im Frühjahr erfolgen, wenn auch die Arbeiten an der Inneneinrichtung abgeschlossen sind. Es ist eine Investition, die sich auf viele Jahre hinaus rechnen soll - die Produktion läuft währenddessen auf Hochtouren weiter.

Stolz zeigt Geschäftsführer Willi Tauber die neue Produktionslinie seines Betriebes. „Wir haben Bedingungen geschaffen, die uns für die kommenden Jahre wettbewerbsfähig machen und unsere Arbeitsplätze sichern“, sagt Tauber, während er durch die Produktionshalle geht. Die Umbauarbeiten unter Leitung des Brixner Architekten Wilhelm Mair dauerten inklusive Planungszeit fünf Jahre. Sie erfolgten bei laufendem Betrieb, was für die Mitarbeiter oft zur Geduldsprobe wurde.

Mehr Qualität
Die Kubatur des Milchhofes wurde auf 700.000 Kubikmeter erhöht, wodurch die Lagerräume erweitert werden konnten. Gleichzeitig wurde die Kälteanlage erneuert, was unter anderem den Stromverbrauch reduziert. „Wir brauchen ein ausgeklügeltes Kühlsystem, um die Haltbarkeit unserer Milch zu gewährleisten“, sagt Tauber. Auch der Produktionsbereich der Käserei wurde vollständig klimatisiert und um eine Linie erweitert. „Mit den neuen Maschinen können wir unsere Produkte verbessern sowie rationeller und umweltschonender produzieren“, so Tauber. Diesem Ziel dient auch eine neue Abwasserreinigungsanlage.

Tiefgarage
Das Verpackungslager wurde ebenfalls vergrößert, die Räume für die Belegschaft modernisiert und eine Tiefgarage für alle 80 Mitarbeiter gebaut. Neu ist auch das Detailgeschäft samt Bar, das bereits jetzt zum Treffpunkt für viele Brixner geworden ist. Im Geschäft findet man eine breite Auswahl verschiedener Milchprodukte sowie über 100 Käsesorten und Biowaren. Die Kosten der Umbauarbeiten belaufen sich auf 25 Mio. Euro.  

Steigerung
Tauber hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. In den kommenden Jahren will er die verarbeitete Milchmenge von heute 80 Millionen Kilogramm auf rund 100 Mio. Kg steigern. „Damit rücken wir vom 5. auf den 4. Platz in Italien vor“. Einige Bauern, die bisher an den Milchhof Bozen liefern, aber geografisch zum Brixner Einzugsgebiet gehören, haben bereits Interesse bekundet. Ein Grund dafür ist sicher auch die positive Geschäftsentwicklung des Milchhofs Brixen. Allein im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 12 Prozent auf 55 Mio. Euro.

Der Milchhof Brixen wird für 25 Mio. Euro umgebaut und erneuert, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
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