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Mila - Joghurt wird 30 Jahre alt

Volksfeststimmung beim Tag der offenen Tür am Mila-Werk in Bozen.

Vor zwei Wochen fand am Hauptsitz des Milchhofes Bozen (Mila) ein Tag der offenen Tür statt. Zu feiern galt es das 30 jährige Bestehen des Betriebes. Zeit für einen Rückblick und Ausblick.

Den etwa 15.000 bis 20.000 Besuchern wurde ein buntes Rahmenprogramm geboten. Neben Betriebsbesichtigungen gab es Verkostungen verschiedener ausgefallener Milchgetränke und Kinder konnten ihr Geschick beim Melken von Kuhattrappen üben.

Langsamer Start
Im 1977 in Kampill bei Bozen eröffnet Werk wurden anfangs 4.800 Becher Joghurt pro Stunde bzw. sechs Millionen Becher pro Jahr produziert. Heute rollen stündlich 141.000 und pro Tag eine Million Becher durch sieben Abfüllmaschinen. Mit den Joghurt-Produkten in heute 75 verschiedenen Geschmacksrichtungen erwirtschaftet der Betrieb mehr als die Hälfte des Umsatzes.
Darüber hinaus produziert die Milkon (Mila und Senni) auch Frischmilch, Käse, Frischsahne und Butter.

Lob den Bauern

„Unser Dank gilt den Bauern, die tagtäglich für eine frische Qualitätsmilch arbeiten, und an die Konsumenten, die täglich im Regal danach greifen“, sagte Mila-Obmann Alfons Alber in seiner Begrüßungsrede. Alber ging auch auf die steigenden Verkaufspreise ein: „Seit Jahrzehnten ist der reale Verkaufspreis für Milchprodukte gesunken. Wenn nun einmal der Preis steigt, ist das nur gerechtfertigt.“ Um auf das voraussichtliche Auslaufen der Milchquotenregelung im Jahr 2014 vorbereitet zu sein, regte er an, den „Alpenraum als Eliteproduktionszone Europas“ auszuweisen.

Qualität aus Südtirol
Bozens Bürgermeister Luigi Spagnolli bezeichnete die Mila als Bindeglied zwischen Stadt und Land und als wichtiges „Symbol für unsere Stadt. Wenn unsere Bürger im Supermarkt das Mila-Joghurt sehen, weckt das Heimatgefühle!“ Wirtschaftslandesrat Werner Frick betonte: „Dass Mila heute Marktführer am italienischen Joghurt-Markt ist, zeugt davon, welche Rolle Südtirols Qualitätsprodukte außerhalb der Grenzen spielen können.“

Umbau geplant
„70.000 Autos fahren täglich auf der Autobahn an unserem Firmensitz vorbei. Diese Werbewirksamkeit müssen wir nutzen“, sagte Geschäftsführer Walter Zampieri. Für die Umgestaltung des Mila-Werkes wurde deshalb ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Mitte September hatte eine elfköpfige Jury entschieden, vier der eingereichten Projekte in die engere Auswahl zu nehmen. Ende Dezember wird dann das Siegerprojekt der Öffentlichkeit bekannt gegeben.

Viel Prominenz im Festzelt: Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes, Landeshauptmann Luis Durnwalder, Mila-Obmann Alfons Alber u.a.
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