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Klimawandel: Aus der Hagel- wird eine Mehrgefahrenversicherung

Neben Hagel bereiten auch Sturm- oder Frostschäden den Landwirten Sorgen.

Der Klimawandel stellt neue Anforderungen an die Versicherungsgesellschaften. Nicht nur Hagelschäden, sondern auch Sturm- und Frostschäden machen den Landwirten zunehmend zu schaffen. Entsprechend wurde die Hagelversicherung um neue Leistungen erweitert.

Das Wetter wird immer unbeständiger. „Wir beobachten eine Zunahme von Wetterextremen wie Sturm, Hoch- wasser und Dürre“, bestätigt die Agrarbiologin Brigitte Engelhard von der Münchener Rückversicherungsgesellschaft. Um Landwirten trotzdem eine ordentliche Absicherung ihrer Ernte zu gewährleisten, reagieren Versicherungs- gesellschaften mit erweiterten Leistungen auf die geänderten Bedürfnisse infolge des Klimawandels.

Sturmschäden mitversichert
Vergangenen September hat es im Vinschgau schwere Sturmschäden an Äpfelbäumen gegeben. Im Gemeindegebiet Kastelbell-Tschars wurden ganze Baumzeilen aus dem Boden gerissen. „Glücklicherweise wurde die Hagel- versicherung bereits im vorigen Jahr automatisch mit einer Versicherung gegen Sturmschäden erweitert. So waren die meisten Sturmschäden abgedeckt“, sagt Georg Ausserer vom Raiffeisen Versicherungsdienst.

Phänomen Frostschäden
Seit heuer ist es auch möglich, eine Absicherung gegen Frostschäden in Anspruch zu nehmen. Durch milde Winter beginnen Austrieb und Blüte der Obstbäume immer früher. Zwischendurch gibt es aber immer wieder kalte und frostige Tage, was die Blüten schädigen kann. Um diesem Phänomen vorzubeugen, konnten die Landwirte heuer erstmals auch Frostschäden mitversichern. „Die Hagelversicherung entwickelt sich also immer mehr zu einer Mehrgefahrenversicherung, um den neuen Erfordernissen gerecht zu werden“ erklärt Ausserer.

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