News

Haushaltsgesetz 2007 – Steuererleichterungen für Energiesparmaßnahmen

Energiesparendes Bauen und Sanieren wird steuerlich gefördert

Klimawandel und steigende Brennstoffpreise zwingen beim Energieverbrauch zum Umdenken. Im Haushaltgesetz der Regierung Prodi wurden steuerliche Erleichterungen für verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung verankert.

Über 60 Prozent des Energieverbrauches privater Haushalte entfallen auf das Heizen. Der Heizenergieverbrauch eines bestehenden Gebäudes beträgt im Durchschnitt 200 kWh/m² pro Jahr. Bei Neubauten sind heute weniger als 70 kWh/m² Pflicht. Durch Sanierungsmaßnahmen wie Heizungsmodernisierungen und Wärmedämmungen können auch Altbauten energieeffizienter werden. Der Staat fördert daher die Altbausanierung mit folgenden Beiträgen und Steuererleichterungen:

Sanierungsarbeiten
Für Ausgaben, die bestehende Gebäude energieeffizienter gestalten, ist ein Steuerabsetzbetrag von 55% der Kosten, bei einem Höchstbetrag von 100.000 Euro vorgesehen. Voraussetzung ist, dass sich die Energieeffizienz durch die Maßnahmen um mindestens 20% verbessert.

Sonnenenergie für Warmwasser
Für Investitionen in Sonnenkollektoren zur Aufbereitung von Warmwasser für private oder gewerbliche Zwecke, steht ein Steuerabsetzbetrag im Ausmaß von 55 % der Kosten zu, wobei der Höchstbetrag 60.000 Euro beträgt.

Austausch von Heizanlagen

Für den Austausch von Heizanlagen und den Einbau von Brennwertkesseln sowie die diesbezügliche Anpassung des Verteilersystems,steht ein Steuerabsetzbetrag von 55 % der Kosten zu, bei einem Höchstbetrag von 30.000 Euro.

Anspruchsvoraussetzungen
Die Ausgaben müssen bis 31. Dezember 2007 getätigt werden, der Steuerabsetzbetrag muss auf drei Jahre aufgeteilt werden und die getätigten Maßnahmen müssen von einem Sachverständigen bestätigt werden.

Wiedergewinnungsarbeiten
Verlängert wurden auch die Steuerbegünstigungen für Wiedergewinnungsarbeiten an Wohngebäuden. Hier gilt weiterhin der verminderte MwSt.-Satz von 10 % für Instandhaltungsarbeiten sowie der Steuerabsetzbetrag von 36 % für Wiedergewinnungsarbeiten bis zum Höchstbetrag von 48.000 Euro pro Baueinheit.

zum Archiv