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„Haus der Genossenschaften“ in Rom eingeweiht

Ende März wurde unweit des Hauptbahnhofs Termini das neue „Haus der Genossenschaften“ feierlich seiner Bestimmung übergeben. Am selben Tag fand auch die Vollversammlung des Zentralverbandes der Genossenschaften statt, zu dem auch der Raiffeisenverband gehört.

Die Anwesenheit von Senatspräsident Pier Ferdinando Casini und Vizeministerpräsident Francesco Rutelli sowie von sechs weiteren Ministern sowie des Vorsitzenden der italienischen Bischofskonferenz Erzbischof Angelo Bagnasco und anderer kirchlicher Würdenträger zeigte die Wichtigkeit der Vollversammlung. Luigi Marino, Präsident des Zentralverbandes, hob die Leistungen der Genossenschaftsbewegung in den letzten zehn Jahren hervor.

Starkes Wachstum
Mit über 19.000 Mitgliedern und einen Umsatz von knapp 57 Mrd. Euro erwirtschaften Genossenschaften 7,3 Prozent des italienischen Bruttoinlandsproduktes. Mit einem Mitarbeiter-Zuwachs auf 465.000 und einem Anstieg der Rücklagen um 118 Prozent wurden alle anderen Wirtschaftssparten weit überholt. Deshalb appellierte Marino an die Politik, keine neuen Steuern und Abgaben einzuführen, sondern die Genossenschaften zu entlasten. Bemerkenswert war sein Vorschlag, Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Gewinne steuerfrei im eigenen Betrieb zu investieren. Die Minister sicherten dem Genossenschaftswesen ihre Unterstützung zu und betonten, die soziale Bedeutung der Genossenschaften stärken zu wollen.

Repräsentation
Das neue Haus der Genossenschaften („Palazzo della Cooperazione“) erfüllt alle Aufgaben einer modernen Verwaltung für verschiedene Genossenschaftsverbände. Auf sechs Etagen befinden sich 120 Büros und sechs Versammlungsräume. Darin finden alle genossenschaftlichen Organisationen Platz, die vorher teilweise im „Palazzo Altems“ angesiedelt waren. Der Hauptsitz bleibt jedoch im Borgo S. Spirito. Die feierliche Segnung des Hauses übernahm Kardinal Giovanni Battista Re.

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