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Geringe, aber gute Weinernte im Jahr 2005

Die Weinbauern können mit den Auszahlungspreisen der Weinernte 2005 zufrieden sein.

Eine mengenmäßig geringe Ernte bei gutem Traubenmaterial und eine leichte Steigerung der Auszahlungspreise – so lässt sich die Weinstatistik der Raiffeisen-Kellereigenossenschaften Südtirols für das Geschäftsjahr 2005/06 zusammenfassen.

Den 17 Kellereigenossenschaften gehören 3.733 Mitglieder mit einer Weinfläche von 3.154 ha an.
Die im Jahr 2005 erzielte Erntemenge war mit 307.502 Dezitonnen die zweitniedrigste seit 1989. Dies war in erster Linie auf die klimatischen Bedingungen zurückzuführen. Dadurch lag die Anlieferungsmenge um 20,1% unter der des Vorjahres.

Auszahlung steigt
Obwohl die Verkaufspreise durchschnittlich nur um 1,6% angehoben worden sind und die Kosten pro Liter um 13,4% gestiegen sind, konnten die Auszahlungspreise an die Mitglieder und Lieferanten um 13,9% auf 1,54 € je Kilogramm Trauben gesteigert werden. Auch der seit Jahren anhaltende Rückgang im Detailgeschäft konnte aufgehalten werden. Die Verkaufsmenge war geringfügig höher als im Vorjahr und erreichte rund 19.800 hl.

DOC-Weine gefragt
Im Geschäftsjahr 2005/06 konnte der Absatz von DOC-Weinen um 19.000 Hektoliter (9,5%), gesteigert werden. Da die Weinproduktion um 21,3% (57.900 hl) geringer und die DOC-Zukäufe nur um rund 5.000 hl höher waren als im Vorjahr, muss der höhere DOC-Verkauf aus den Vorräten stammen. Der Absatz von Tafelweinen hat hingegen nur um 2,8% zugenommen.

Liter-Flaschen rückläufig
Erstmals wurde mehr Wein in 0,75-Literflaschen verkauft als in Literflaschen. Weiter abgenommen hat auch der Rotweinanteil von 57 % im Vorjahr auf 54 %. Der Anstieg des Weißweinanteiles ist in erster Linie auf den Zuwachs der Weißweinflächen um 4,6% (67,3 ha) und auf den Rückgang der stärker tragenden Vernatschanlagen um 5,5% (-56,7 ha) zurückzuführen. Die Hauptsorte Vernatsch war noch mit einem Drittel der Anlieferungsmenge vertreten und verzeichnete einen überdurchschnittlichen Rückgang von 27,4%.

Goldmuskateller boomt
Die Rotweinsorte Lagrein verzeichnete einen vergleichsweise geringen Ernterückgang von 12,4%, was auf den gleichzeitigen Flächenzuwachs von 12,1% zurückzuführen ist. Bei den Weißweinsorten war weiterhin eine Verlagerung zu den Sorten Ruländer, Gewürztraminer, Sauvignon und neuerdings zu Goldmuskateller zu verzeichnen. Letztere Sorte hat einen Flächenzuwachs von 65,3% und einen Mengenzuwachs von 31,4% gegenüber der Ernte 2004 erfahren.

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