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Genossenschaftsgesetz wird reformiert

Luisa Gnecchi, Landesrätin für das Genossenschaftswesen: „Die Überwachung immer Ernst genommen“

Mitte Dezember hat der Regionalausschuss in Trient eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, deren Aufgabe es ist, einen Vorschlag  zur Reform des Genossenschaftsgesetzes zu erarbeiten. Dem Raiffeisenverband kommt dabei eine gewichtige Rolle zu.

„Das Gesetz aus dem Jahre 1954 ist an und für sich gut“, sagt Konrad Palla, Direktor des Raiffeisenverbandes und Mitglied der Arbeitsgruppe. "Die Grundsätze, die im Gesetz von 1954 verankert sind, sind auch heute noch gültig und werden deshalb auch im neuen Gesetz beibehalten", ergänzt dazu Luca Critelli, Direktor des Landesamtes für die Entwicklung des Genossenschaftswesens.

Arbeitsgruppe erarbeitet Vorschlag
Unter dem Vorsitz von Franco Panizza, zuständig für Genossenschaftswesen in der Provinz Trient, und unter der wissenschaftlichen Beratung von Universitätsprofessor Emanuele Cusa (Universität Trient) wird die Arbeitsgruppe in den kommenden Monaten einen konkreten Vorschlag erarbeiten, der eine Ergänzung des regionalen Genossenschaftsgesetzes zum Gegenstand hat.

Überwachung muss neu geregelt werden
"Wir haben die Überwachung der Genossenschaften in Südtirol immer sehr ernst genommen", erklärt dazu die zuständige Landesrätin Luisa Gnecchi. "Auch aufgrund dieser strengen Kontrollen haben wir heute in unserem Land ein Genossenschaftswesen, das als gesund bezeichnet werden kann", so Gnecchi weiter. In diesem Zusammenhang werden Maßnahmen der Sanktionierung angedacht, die dann in Kraft treten, wenn Genossenschaften den von den Revisoren aufgezeigten Unzulänglichkeiten nicht Rechnung tragen.

Verbandszwang steht in Diskussion
Bei der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe wurde angeregt den Raiffeisenverband Südtirol als Verbindungsstelle zwischen den Überwachungssystemen in Deutschland und Österreich und jenen hierzulande zu nutzen. Gleichzeitig wurde auch die Frage diskutiert, ob im neuen Gesetz ein Verbandszwang eingeführt werden sollte. In Deutschland z.B. sind Genossenschaften verpflichtet sich einem anerkannten Revisionsverband anzuschließen.

Ein erstes Grundgerüst des Reformgesetzes soll in den kommenden Monaten von den Experten erarbeitet werden.

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