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Erfolgsbilanz für die Milkon

Robert Zampieri, Geschäftsführer der Milkon: „Zahl der Milchbauern wird weiter sinken“

Südtirols Milchwirtschaft ist zu hundert Prozent genossenschaftlich organisiert. Die Milkon mit den beiden Werken in Bozen (Mila) und Bruneck (Senni) verarbeitet dabei über 60 Prozent der in Südtirol produzierten Milch. Im letzten Jahr war sie besonders erfolgreich.

„Wir werden von den Bauern am Auszahlungspreis gemessen“, gab Geschäftsführer Robert Zampieri unumwunden zu. Und genau diese Bilanz kann sich sehen lassen. Wegen der Turbulenzen auf dem europäischen Markt und kurzfristigen Engpässen, stieg im zweiten Halbjahr 2007 der Milchpreis sprungartig an, so dass die Mitgliedsbauern der Milkon fünf Prozent (0,4414 Cent) mehr ausbezahlt bekamen als im Vorjahr. „Inzwischen geht es den Bauern wegen der steigenden Energie- und Kraftfutterpreise jedoch schlechter als zuvor“, betonte Obmann Alfons Alber bei der Pressekonferenz in Bozen.

Milchmenge sinkt
Erstmals seit Jahren war die Menge der angelieferten Milch rückläufig. Der Rückgang betrug 3,5 Prozent. Insgesamt wurden 225 Mio. Liter von den Mitgliedsbauern angeliefert. „Dieser Trend wird weiter anhalten“, meinte Zampieri bei der Präsen- tation. Immer mehr Jungbauern verabschiedeten sich von der traditionellen Milchkuhhaltung.

Neue Produkte
Der größte Absatzmarkt der Milkon ist und bleibt mit 91 Prozent Italien. Einzig der von der EU durch eine geografische Ursprungsbezeichnung geschützte „Stilfser Käse“ erhält in Deutschland einen immer stärkeren Zuspruch. Neu im Angebot ist die Frischmilch „Alta Qualitá“ in der umweltfreundlichen PET-Flasche. Dafür wurde im Werk am Bozner Boden eine eigene Abfüllanlage installiert. „Diese könnte auch von der Obstindustrie eingesetzt werden. Die Kapazität dafür wäre vorhanden“, so Zampieri.

Mehrwert
Erstmals beauftragte die Milkon ein unabhängiges Institut mit der Sozialbilanz des Unternehmens. Sie beschreibt den Mehrwert und die gesellschaftliche Verant- wortung des Unternehmens. Der erzeugte Mehrwert der Milkon betrug im vergangenen Jahr 122 Mio. Euro (+ 8%). 91 Mio. Euro kamen den Mitgliedsbauern zugute. “Wir sind uns bewusst, dass nur die Achtung des natürlichen Lebens- raumes unseren Produkten die höchste Qualität sichert“, meinte Zampieri dazu.

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