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Dinosaurier sind ausgestorben, Ameisen leben noch!

Sie strategischen Herausforderungen für Genossenschaftsbanken, das erschließen neuer Vertriebskanäle und Fragen der Globalisierung standen im Mittelpunkt der 1. Cross Border Conference am Bodensee. Teilnehmer waren die Akademie Deutscher Genossenschaften, die Raiffeisen Gruppe Schweiz, die Raiffeisenakademie Wien und der Raiffeisenverband Südtirol.  

Ziel der ersten Konferenz dieser Art in Lindau im Bodensee war es, strategisch relevante Trends im Bereich Vertrieb zu erkennen und Lösungsansätze für die Praxis zu erarbeiten, um grenzübergreifende Netzwerke in den Raiffeisenorganisationen der beteiligten Länder zu bilden.  

Kundennähe wichtig
Hans Joachim Reinke, Vorstand der Union Investment, brach eine Lanze für die regionalen Genossenschaftsbanken: „Der dezentrale Aufbau verstärkt die Kundennähe und erlaubt eine gute Kenntnis der Markterfordernisse.“ Ziel der Volksbanken Raiffeisenbanken sei es, bei der Kundenzufriedenheit die Nummer Eins zu werden. „Der Kunde erwartet die unaufgeforderte Initiative von Seiten des Beraters“, meinte Reinke.  

Renaissance erkennbar
„Raiffeisen zählt wieder zur vertrauenswürdigsten Marke unter den Schweizer Banken“, sagte Patrik Gisel, Zweiter Vorsitzender der Raiffeisen Gruppe Schweiz. Der Markterfolg basiert auf genossenschaftlichem Geschäftsmodell mit starker zentraler Steuerung: „Die Nähe zum Kunden, effiziente nachvollziehbare Prozesse und wettbewerbsfähige Preise geben uns Recht.“ Karl Waltle, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, sprach von einer „Renaissance“ der Regionalbanken. Er schloss mit den Worten: „Die Dinosaurier sind ausgestorben, aber die Ameisen leben noch!  

Keine Provisionen
Konrad Palla, Verbandsdirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol, ging in seinem Referat auf die besondere rechtliche Situation in Italien bezüglich der Genossenschaftsbanken ein. Palla meinte, die Stärke der Raiffeisenorganisation liegt in den dezentralen Regionalbanken, deren Mitgliederzahlen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind. Palla sprach sich gegen die Einführung von Provisionen für Bankberater aus. „Der Vertrieb oder Verkauf ist kein Selbstzweck und schon gar nicht mit der Brille des Shareholders zu sehen“, sagte Palla.

Konferenz am Bodensee: Erinnerungsfoto der Südtiroler Teilnehmer mit Verbandsdirektor Konrad Palla in der Mitte
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