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Bergbauernpreis - Zeichen der Verbundenheit mit der bäuerlichen Welt

Raiffeisen-Verbandsobmann Heiner Nicolussi-Leck gratuliert Familie Robatscher aus Tiers zum Bergbauernpreis.

Auf der Landesversammlung des Südtiroler Bauernbundes wurden die traditionellen Bergbauernpreise vergeben - gesponsert von Raiffeisen.

„Diese Preise sind ein symbolisches Zeichen des öffentlichen Dankes für Ihre achtenswerte Leistung und Arbeit, aber auch ein konkretes Zeichen der Verbundenheit mit der Südtiroler Raiffeisenorganisation“, sagte Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes in seiner Rede im voll besetzten Waltherhaus. Jedes Jahr werden Bergbauernfamilien von den einzelnen Bezirken für den Preis vorgeschlagen und im Rahmen der Landesversammlung prämiert.

Strenge Vergabekriterien
Neben der mustergültigen Führung des Hofes, der Verwurzelung in der Landwirtschaft und dem Engagement für die Dorfgemeinschaft, ist für die Vergabe bedeutend, dass dieser Hof wirtschaftlich erfolgreich geführt wird und eine Zukunft hat. „Wie stünde Südtirol da, würden nicht Tausende von Bauernfamilien ihren elterlichen Hof bewirtschaften und damit unsere Heimat in ihrer Schönheit aufrecht erhalten?“, stellte Nicolussi-Leck die Frage.

Historische Verbundenheit
Seit mehr als zehn Jahren wird der Bergbauernpreis von der Raiffeisen-Geldorganisation Südtirols gestiftet. Dies nicht nur aus der Überzeugung heraus, dass die bäuerliche Welt einen wichtigen Stellenwert in Südtirols Gesellschaft einnimmt, sondern auch aus historischen Gründen. Die ersten Genossenschaften wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Bauern gegründet. Damals wollte der deutsche Genossenschaftsgründer und Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen mit den Prinzipien der Selbstverantwortung, Selbstverwaltung und Selbsthilfe, vor allem auch für die Bauern günstigere Lebensbedingungen schaffen.

Raiffeisen verwurzelt
Unter den Preisträgern war heuer ein ehemaliger Funktionär der Raiffeisen Geldorganisation. Johann Robatscher vom Thalerhof in Tiers, war unter anderem vom Jahre 1971 bis 2001 Mitglied des Aufsichtsrates der Raiffeisenkasse Tiers. Robatscher war auch letzter Obmann der Tierser Sennereigenossenschaft, Obmann des Braunviehzuchtverbandes sowie SVP-Ortsobmann. „Herr Robatscher steht stellvertretend für all jene, die sowohl die bäuerliche als auch die genossenschaftliche Welt verkörpern“, sagte Nicolussi-Leck.

Die weiteren Preisträger
Die drei weitern geehrten Familien waren Norbert und Walburga Pircher vom Oberhof in Martell, Johann und Charlotte Patzleitner vom Egarterhof in Vierschach und Ivo und Monika Perathoner vom Plazola in Wolkenstein. Bauernbund-Obmann Georg Mair und der österreichische Landwirtschaftsminister Josef Pröll, der als Gastredner über die Zukunft der Europäischen Landwirtschaft im globalen Wettbewerb sprach, lobten die Initiative und sprachen sich für eine langfristige und innovative Förderung des ländlichen Raumes aus.

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