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Algunder vermarkten Psairer Bio-Käse

Stefan Haller, Geschäftsführer der Algunder Sennereigenossen- schaft: „Die Bio-Schiene wird eine Zukunft haben. Wir nutzen die neue Kooperation.“

Seit dem 1. Jänner gibt es eine neue Form der Kooperation zwischen der Sennereigenossenschaft Algund und der Psairer Bergkäserei Bio.  Algund übernimmt die  Vermarktung der von der Bergkäserei erzeugten Bioprodukte. Das besondere daran: die Genossenschaft in St. Martin bleibt bestehen.

Im Frühjahr 2003 schlossen sich 15 Passeirer Bergbauern zu einer Genossenschaft zusammen und gründeten die "Passeirer Bergkäserei Bio". Ziel war die Herstellung von hochwertigen biologischen Produkten. „Um die hohe Qualität zu garantieren unterliegen unsere Mitglieder, aber auch die Käserei den strengen Richtlinien von Bioland“, sagt Michael Verdorfer, seit eineinhalb Jahren deren Obmann und selbst Bauer vom Obergereuthof in St. Martin in Passeier.

Sanierungskonzept
Aufgrund ständig steigender Produktionskosten sah sich der Verwaltungsrat im vergangenen Jahr gezwungen, ein Sanierungskonzept zu erarbeiten, das die Arbeit der Genossenschaft langfristig sichern sollte. Als Ergebnis dessen hat die Sennereigenossenschaft Algund mit 1. Jänner die  Vermarktung und den Vertrieb der von der Psairer Bergkäserei erzeugten Bioprodukte übernommen. Um einen erfolgreichen Absatz und damit die Wirtschaftlichkeit der Käserei zu garantieren, werden die Produkte und deren Produktionsweisen ab sofort von der Sennerei Algund bestimmt. Buchhaltung und Personalverwaltung übernimmt der Raiffeisenverband.

Synergien nutzen
„Ich bin überzeugt, dass wir damit den richtigen Schritt gesetzt haben. Wir haben unsere Eigenständigkeit beibehalten, gleichzeitig werden Synergien gebildet“, meint Verdorfer. Er ist sicher, dass diese Lösung beispielgebend für andere Genossen- schaften sein könnte, die sich in einer ähnlichen Lage befinden. Durch die Kooperation benötigt die Psairer Bergkäserei auch weniger Personal - bisher beschäftigte man drei Festangestellte und vier Teilzeitkräfte.

Bio gehört die Zukunft
 „Wir sind nach wie vor von unserem Projekt, Bioprodukte zu produzieren über- zeugt“, sagt Michael Verdorfer. Auch Stefan Haller, Geschäftsführer der Algunder Sennereigenossenschaft, glaubt an eine Zukunft für den Biomarkt. „Es handelt sich für uns um eine Weiterentwicklung. Wir sind überzeugt, dass die Bio-Schiene insbesondere durch die EU-Politik und den Wegfall der Milchquoten eine Zukunft haben wird“, sagt Stefan Haller. In einem halben Jahr sollen die Umstrukturierungsmaßnahmen abgeschlossen sein.

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