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Algunder Obstgenossenschaften fusionieren

Die neue gemeinsame Produktionsstätte der Obstgenossenschaft Algund

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Südtiroler Obstgenossenschaften kontinuierlich gesunken. Grund dafür sind vor allem Fusionen. Auch die Mitglieder der Burggräfler Obstgenossenschaft Algund (BOGAL) und der Algunder Obstgenossenschaft (OGA) haben beschlossen, diesen Schritt zu wagen. 

Nach ersten Gesprächen zwischen den Obmännern und Verwaltungsräten im Frühjahr 2000 konnte bereits ein Jahr später ein Kooperationsvertrag von beiden Genossenschaften beschlossen werden, der den Bau eines neuen Produktions- und Verwaltungsgebäudes über dem Bahndamm in Algund vorsah. Die neue Betriebsstätte, die im September 2004 offiziell eingeweiht wurde, umfasst 44.000 Kubikmeter und kostete 24 Mio. Euro.

Erfolgreiche Kooperation
 „Wir haben von Anfang an auch über die Fusion nachgedacht und diesen als nächsten Schritt nach einer erfolgreichen Kooperation auch vorgesehen“, sagt Rudolf Ladurner, Obmann der OGA. Der neue innovative Betrieb wurde bereits 2003 eröffnet. „Seither funktioniert die  Zusammenarbeit sehr gut. Auch das Personal hat diesen Schritt gut mitgetragen“, sagt Matthias Josef Gamper, Obmann der BOGAL, gleichzeitig Vize-Obmann des Raiffeisenverbandes. Seit der Kooperation gab es de facto nur noch einen Betrieb mit Geschäftsführer Martin Oberhofer, aber zwei getrennte Bilanzen.

Fusion besiegelt
Beide Obstgenossenschaften haben im Anfang diesen Jahres in getrennten Vollversammlungen mit Zwei Drittel Mehrheit für den Zusammenschluss gestimmt. Die neue Genossenschaft wird den Namen OG Algund tragen und  Rechtsnachfolger der 1893 gegründeten Obstgenossenschaft Algund sein, die als älteste Obstgenossenschaft Tirols gilt. Mit der Fusion kommt man auch den Forderungen von Landesrat Hans Berger entgegen, der nur mehr solche Betriebe für förderungswürdig erachtet, die  eine jährliche Erntemenge von mindestens 2500 Waggon vorweisen können.

Ausbaupotential
Die neue OG Algund hat 224 Mitglieder, die über eine Anbaufläche von rund 550 Hektar verfügen. Das Einzugsgebiet erstreckt sich von Naturns über Algund, Dorf Tirol, Riffian bis nach Schenna. Die durchschnittliche Anlieferungsmenge beträgt knapp 2500 Waggon. „Wir haben durchaus noch ein Ausbaupotential und können auch neue Mitglieder aufnehmen“, sagt Gamper. Derzeit sind 20 Angestellte und bis zu 45 Saisonkräfte in der Obstgenossenschaft beschäftigt.

Mitte Juli sollen in einer gemeinsamen Vollversammlung sowohl der Obmann als auch die Verwaltungs- und Aufsichträte werden neu bestimmt werden.

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