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100 Jahre Kellerei St. Michael Eppan

Am 16. Juni 1907 gründeten 41 Weinbauern aus St. Michael die gleichnamige Kellereigenossenschaft. Heute zählt sie zu den besten Italiens. Das runde Jubiläum – ein Grund zum Feiern.

St. Michael Eppan, die innovative Kellerei an der Südtiroler Weinstraße, ist eine der besten Südtirols und Italiens. Die Genossenschaft zählt 360 Mitglieder, 372 Hektar Anbaufläche und verkauft knapp 3 Millionen Flaschen pro Jahr.

100 Jahre Weinbautradition
Am 16. Juni feierte die Kellerei, deren Kellergewölbe unter der Federführung des Kalterer Architekten Walter Angonese umgestaltet wurden, auf den Tag genau ihr 100-jähriges Bestehen. Über 700 Gäste konnten sich ein anschauliches Bild vom Zustand der Kellerei machen. Die Fassade der im Jugendstil erbauten Kellerei wurde zu später Stunde zur Projektionsfläche für eine Lichtinstallation.

Große Weißweine
„Wir sind zwar in der Lage exzellente Rotweine zu produzieren, der Großteil unserer Lagen sind aber die für Südtirol typischen Weißwein-Lagen.“, sagte Kellermeister Hans Terzer bei der Führung durch die Kellergewölbe. Seit den späten 80er Jahren setzt die Kellerei verstärkt auf Weißburgunder, Pinot Grigio und Sauvignon. Der Weißweinanteil beträgt heute 63 Prozent. Der Vernatschanteil ist dagegen von über 80 Prozent in den 80iger Jahren auf 22 Prozent zurück gegangen.

Mitglieder wichtig
„Wir haben von Anfang an die Mitglieder in die neue Firmenphilosophie mit einbezogen“, sagte Terzer, der als damals 21-jähriger Kellermeister mit seinen revolutionären Vorschlägen große Verwunderung bei den Bauern auslöste. Florian Murr, Vizeobmann des Raiffeisenverbandes, lobte die Arbeit der Kellereigenossenschaft. „Sie haben früh erkannt, dass nur mit strenger Qualitätspolitik, gezielter Sortenwahl und moderner Vermarktungspolitik der Wettbewerb zu bestehen ist. Und dies zum Vorteil der Mitglieder“.

Qualität oberstes Gebot
„Wir konnten ein leistungsfähiges Unternehmen mit einem marktfähigen Sortiment aufbauen, welche unseren Mitgliedern eine sichere Zukunft gewährleistet“, ist Obmann Anton Zublasing überzeugt. Der Jahresumsatz betrug im Jahr 2005 16 Mio. Euro. Von den knapp 3 Mio. Flaschen wurden 2,1 Mio. zu 0,75 lt. abgesetzt. Neben Südtirol (23%) ist Italien mit 52 Prozent der größte Absatzmarkt. Weitere Absatzmärkte sind u.a. die USA; Russland, Brasilien, Mexiko, Japan, Dubai und Australien.

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