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10 Jahre WKV - Erfolgsmodell im Gesundheitsbereich

Werner Pedoth (Vorsitzender WKV), Vize-Vorsitzender Christian Tanner, Mauro Bazzanella (Vollzugsausschuss)

Seit zehn Jahren bietet der Wechselseitige Krankenbeistands- verein (WKV) den Mitarbeiter/innen der Raiffeisen Geldorganisation finanzielle Deckung im Krankheits- fall. Bei der jüngsten Voll- versammlung wurde eine erfolgreiche Bilanz gezogen.

Seit der Gründung des Wechselseitigen Krankenbeistandsvereins am 23. Dezember 1997 wurden 53.000 Schadensfälle bearbeitet und insgesamt 8,2 Mio. Euro an die Mitglieder aus- bezahlt. Rund 4.500 Personen beanspruchen derzeit das Leistungs- paket des WKV, darunter 2.300 Mitglieder, 200 zu Lasten lebende Partner, 2.000 Kinder und 50 Mitarbeiter/innen im Ruhestand.

Überwiegend kleine Schadensfälle
Im vergangenen Jahr waren es 2.900 Schadensfälle, wobei es sich bei über 80 Prozent um kleine Schadensfälle unter 500 Euro handelte. Insgesamt wurden im Vorjahr 780.000 Euro ausbezahlt, davon beispielsweise ein Drittel für ambulante Behandlungen, 40% für Zahnbehandlungen und 10% für Kontaktlinsen. „Mit dem WKV wurde ein Erfolgs- und Vorzeigemodell geschaffen“, sagte Werner Pedoth, Vorsitzende des Vereins.

Ergänzende statt Ersatzleistungen

In den vergangenen zehn Jahren wurde das Leistungspaket kontinuierlich ausgebaut und mehrmals den rechtlichen Vorgaben angepasst. Eine Anpassung steht auch in nächster Zukunft bevor, nachdem ab 2010 wechselseitige Einrichtungen Leistungen anbieten müssen, welche die Leistungen der öffentlichen Gesundheitsvorsorge nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.

Standard beibehalten
„Wir wollen aber den gewohnten Standard beibehalten“, sagte Vize-Vorsitzender Christian Tanner. Bereits heute bietet der WKV einen speziellen „Vorsorge- Check-up“ für Kinder und eine Reihe klassischer Vorsorgeuntersuchungen. „Der finanzielle Aufwand, Krankheiten zu heilen, ist ungemein größer, als Gesundheit erhaltende Maßnahmen zu finanzieren“, so Tanner.

Paradigmenwechsel im Gesundheitssystem

Florian Zerzer, Ressortdirektor für Gesundheit und Sozialwesen, lobte den WKV als eine vorbildliche Einrichtung auf betrieblicher Ebene. Trotz des großen Budgets von 1.150 Mio. Euro könne das öffentliche Gesundheitssystem nicht alles selbst leisten. Die Pflegeversicherung ermöglicht es beispielsweise, dass heute 7.000 Personen zu Hause gepflegt werden. Zerzer: „Diese Bereitschaft aufrecht zu erhalten und den Einzelnen vermehrt in die Verantwortung zu nehmen, ist unser Anliegen.“

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