Geschichte

In Südtirol hat das Genossenschaftswesen eine große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung. Seine Ursprünge reichen in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Damals war das vorrangige Ziel, die aufgrund der Industrialisierung verarmte ländliche Bevölkerung dabei zu unterstützen, ihre Lebensgrundlage zu sichern und Wohlstand zu schaffen. So entstanden zunächst Landwirtschafts-, Energie- und Kreditgenossenschaften, die einen entscheidenden Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gaben: Die erste Sennereigenossenschaft wurde 1871 in Niederdorf gegründet, der erste Spar - und Darlehenskassenverein entstand 1889 im Gadertal unter dem Ortspfarrer Josef Dasser und die erste Obstgenossenschaft wurde 1893 in Meran gegründet.