Die Menschen im und um den Verband

An dieser Stelle möchten wir Ihnen jene Menschen vorstellen, die den Raiffeisenverband führen, mit dem Verband zusammenarbeiten oder in regem Kontakt stehen, im Raiffeisenverband in diversen Funktionen tätig sind.

Die Personen, die zu Wort kommen, erzählen Ihnen von der Arbeit im und mit dem Raiffeisenverband. Schauen Sie hier immer wieder mal rein, um mehr über die Personen zu erfahren: Die Seite wird laufend erweitert.


Dr. Kaspar Platzer

Verwaltungsrat des Raiffeisenverbandes

„Den Kunden ein gutes Produkt zu fairen Preisen bieten und unseren Mitgliedern ein gutes Auskommen sichern! - das ist unsere Geschäftsphilosophie.“

Dr. Kaspar Platzer ist am elterlichen Obst- und Weinbaubetrieb in Lana aufgewachsen. In jungen Jahren schloss er das Studium der Betriebswirtschaft an der Universität in Innsbruck ab. Als Freiberufler war er  mehrere Jahre in einer Steuerberatungskanzlei in Bozen tätig. Neben der Bewirtschaftung des eigenen Obst- und Weinbaubetriebes gilt sein Einsatz der Kellerei Meran Burggräfler, welcher er seit 2008 als Obmann vorsteht. Seit 2010 ist er Referent für Urbanistik der Gemeinde Lana; seit 2012 gehört er dem Verwaltungsrat des Raiffeisenverbandes an. 

RVS: Sie sind Obmann der Kellerei Meran Burggräfler und damit Chef der bedeutendsten Kellereigenossenschaft des Südtiroler Westens. Welche Aufgaben umfasst Ihre Führungsfunktion?

In erster Linie bin ich Ansprechpartner für alle Mitglieder und Vertreter ihrer Interessen. Zusammen mit dem Verwaltungsrat und den Führungskräften der Kellerei  trage ich die Verantwortung für die Geschäftsführung und Gesamtkoordination des Betriebes.  Dies umfasst die strategische Ausrichtung der Kellerei, aber auch ihre Präsentation nach außen sowie das Marketing. Eine wichtige Aufgabe sehe ich auch darin, mich um die Anliegen unserer Mitarbeiter zu kümmern. 

Vor welchen Herausforderungen steht Ihrer Meinung nach die Südtiroler Weinwirtschaft, im Anbau und im Absatz der Produkte? 

Die Südtiroler Weinwirtschaft zeichnet sich durch ein sehr hohes Qualitätsbewusstsein aus. Die Weine  können – mit wenigen Ausnahmen – immer nur durch Qualität und Veredelung international mithalten. Für Quantität oder die  Produktion von Rohprodukten ist unser Land zu klein und wir können mit den Produktionsverhältnissen in den sog. Schwellenländern nicht mithalten. Deshalb gilt: lieber etwas weniger, aber dafür besser produzieren und zu profitableren Preisen national und international verkaufen. Nicht zu vergessen ist die Internationalisierung des Verkaufs – ein wichtiger Faktor, um die gewinnbringende Vermarktung zu sichern und das Risiko zu streuen. 

Was ist die Philosophie Ihres Unternehmens? Auf was legen Sie in der Zusammenarbeit mit Ihren Mitgliedern Wert? 

Die Kellerei Meran Burggräfler möchte ihren Kunden ein gutes Produkt zu fairen Preisen und bestmöglichem Service bieten. Mit diesem Anspruch gewinnen wir Vertrauen und schaffen Erlöse, welche unseren 400 Mitgliedern ein gutes Auskommen sichern. Die  Mitglieder sind die Eigentümer, das sollte man als Verwalter nie vergessen. Deshalb hat die Genossenschaft vordergründlich den Zweck, die von den Mitgliedern produzierte Warte bestmöglich zu verarbeiten und zu vermarkten. 

Als Verwaltungsrat des Raiffeisenverbandes können Sie wesentliche Impulse  in der Weiterentwicklung der Raiffeisengenossenschaften setzen - welche Themen beschäftigen Sie?

Die Raiffeisenorganisation ist sehr vielschichtig. Sie umfasst Banken, Waren – und Dienstleistungsgenossenschaften, aber auch Sozial- und Energiegenossenschaften u.a.m.  Entsprechend vielfältig sind die Themen, mit denen wir uns im Verwaltungsrat auseinandersetzen. Oft gilt es konkrete und zeitnahe Antworten auf aktuelle Fragen zu finden, andere Themen sind strategischer angelegt, wie z.B. die stärkere Nutzung von Synergieeffekten und Potentialen innerhalb der Organisation. 

Sie sind darüber hinaus auch gesellschaftlich und politisch engagiert. Da bleibt bestimmt nicht viel freie Zeit. Wie verbringen sie diese und was tun Sie, um sich zu erholen?

Meine Arbeit mache ich gern, deshalb ist sie auch keine Belastung für mich. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit Familie und Freunden, sei es bei einer Bergwanderung oder am Meer. Da kann ich am besten inne halten und etwas Abstand zur täglichen Hektik gewinnen.