Die Menschen im und um den Verband

An dieser Stelle möchten wir Ihnen jene Menschen vorstellen, die den Raiffeisenverband führen, mit dem Verband zusammenarbeiten oder in regem Kontakt stehen, im Raiffeisenverband in diversen Funktionen tätig sind.

Die Personen, die zu Wort kommen, erzählen Ihnen von der Arbeit im und mit dem Raiffeisenverband. Schauen Sie hier immer wieder mal rein, um mehr über die Personen zu erfahren: Die Seite wird laufend erweitert.


Klaus Ladurner

Verantwortlicher Personalentwickler

„Ich glaube an die ständige Entwicklungsfähigkeit von Menschen!" 

Klaus Ladurner ist seit Juli 2012 verantwortlicher Personalentwickler im Raiffeisenverband. Berufliche Erfahrungen sammelte er nach seinem BWL-Studium in Innsbruck zuerst als Marketingleiter bei den Schnalstaler Gletscherbahnen, als Verantwortlicher für Organisationsabläufe und Notfallseelsorge in der Landesleitung des Landesrettungsvereins Weißes Kreuz und im Top Management beim Beratungsunternehmen Seibstock Consulting. Im Raiffeisenverband hat er sich intensiv mit der Aufbau dem Personalentwicklungsstelle auseinandergesetzt und ist mit der Anwendung, Optimierung und Umsetzung von PE-Instrumenten betraut.  

RVS: Klaus, was sollte eine gute Personalentwicklungsstrategie alles berücksichtigen, damit diese erfolgreich wird? 

Eine gute Personalentwicklungsstrategie darf natürlich kein Eigenleben führen, sondern muss sinnvollerweise von der Unternehmensstrategie und deren Zielen abgeleitet sein. Häufig beschränkt sich die Personalentwicklung auf Kompetenzaufbau durch Trainingsmaßnahmen. Eine gute Strategie umfasst natürlich weit mehr, wie z. B. Trainings-on-the-job mit erfahrenen Kollegen, Hospitationen in einer fachfremden Abteilung, Arbeitseinsätze bei Kunden/Mitgliedern zum Know-how Transfer, Zirkel und Workshops zu bestimmten Fachthemen, Coaching oder auch kollegiale Beratung für Führungskräfte und Vorgesetzte. Nicht zuletzt umfasst die strategische PE auch den über die Einzelperson hinaus gehenden Aspekt der Verbesserung der Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen und Teams. Damit leistet sie auch einen wesentlichen Beitrag zur Organisationsentwicklung. Der RVS hat einige dieser Themen in der Strategie 2014-2018 aktiv aufgegriffen und wird die nächsten Jahre an deren Umsetzung arbeiten.

Welche Rolle spielt dabei die Unternehmenskultur?

Die Unternehmenskultur spielt eine sehr bedeutende Rolle. Sie bestimmt nämlich, inwieweit eine Organisation ihre Entwicklungspotentiale nützen kann. Sämtliche Organisationen sind kulturdeterminiert. Die gegebene Kultur in einer Organisation begrenzt jeweils das Repertoire an Verhaltensmöglichkeiten.  Sie legt - häufig unbewusst - fest, was unter PE verstanden wird und was nicht, welche Themen salonfähig sind und welche nicht, ob PE beispielsweise auf Grundlage eines mechanistischen bzw. rationalen Menschenbildes gelebt wird oder auf Basis einer wertschätzenden, entwicklungsorientierten Grundhaltung. Kulturelle Werte zeigen sich beispielsweise in den Funktionsverständnissen, in der Art und Weise wie Aufgaben angegangen, entschieden und bewältigt werden, wie mit Macht umgegangen wird, im Kommunikationsverhalten, usw. All dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die PE, deren Möglichkeiten und Grenzen innerhalb eines Unternehmens.

Welche Instrumente nutzt die PE beim Raiffeisenverband?

Obwohl PE ein relativ junger Bereich innerhalb der Stabsstelle RVS Personal ist, wird bereits eine Vielzahl an Instrumenten genützt, die in den letzten Jahren eingeführt und aufgebaut worden sind. So wurden z. B.: Berufsbilder für die einzelnen Funktionen im Raiffeisenverband eingeführt, die sowohl der Entwicklungsplanung als auch als Grundlage für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter dienen. Ein weiteres wichtiges Führungsinstrument stellen die Mitarbeitergespräche mit integrierten Zielvereinbarungen dar, die auch Basis für ein erfolgsorientiertes Vergütungssystem sind. Auch werden regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchgeführt und Führungskräfte-Entwicklungsprogramme konzipiert. Zur  Zeit arbeiten wir an der Optimierung des Bewerber- und Performance-Managements durch die Einführung einer unterstützenden Software. 

Welche deiner Charaktereigenschaften kommen dir bei deinem Beruf zugute? Was gibst du uns Privates preis?

Ich bin ein guter Zuhörer und Beobachter. Diese beiden Eigenschaften sind für meinen Beruf ausgesprochen wichtig, wenn es darum geht Anliegen, Fragen oder Wünsche meiner Gesprächspartner zu erkennen und diese ernst zu nehmen oder wenn es beispielsweise um Einschätzungen von Bewerbern geht. Für meine Arbeit bringe ich viel Empathie und Leidenschaft mit. Ich glaube an die ständige Entwicklungsfähigkeit von Menschen sowie daran, dass jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt sein Bestes gibt, auch wenn es nicht immer auf Anhieb als solches erkennbar ist. Letzteres bedeutet für mich nicht Blauäugigkeit, sondern ich lebe eine wertschätzende Grundhaltung.

Das Zuhören und meine Beobachtungsgabe habe ich vor allem meinen Hobbys zu verdanken. Über 15 Jahre lang war ich Schlagzeuger in der Musikkapelle. Heute besuche ich hin und wieder Konzerte. Ein besonderes Erlebnis war z. B. der Besuch des Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker. Bei meinen zahlreichen Nachtdiensten als Rettungssanitäter sowie durch meine Leidenschaft für die Reise-Fotografie erlernte ich das genaue Beobachten, Details zu sehen, dabei jedoch das Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Auch schaffe ich es ganz gut, in stressigen Situationen oder bei Hektik die notwendige Ruhe zu bewahren und auszustrahlen, um Sicherheit zu vermitteln. Letzteres wird mir demnächst auch als zukünftiger Vater zugute kommen, da meine Partnerin und ich voller Freude unser erstes Kind erwarten.