Die Menschen im und um den Verband

An dieser Stelle möchten wir Ihnen jene Menschen vorstellen, die den Raiffeisenverband führen, mit dem Verband zusammenarbeiten oder in regem Kontakt stehen, im Raiffeisenverband in diversen Funktionen tätig sind.

Die Personen, die zu Wort kommen, erzählen Ihnen von der Arbeit im und mit dem Raiffeisenverband. Schauen Sie hier immer wieder mal rein, um mehr über die Personen zu erfahren: Die Seite wird laufend erweitert.


Paulina Schwarz

Mitglied des Verwaltungsrates im Raiffeisenverband

„Das Genossenschaftsmodell ist ein Modell der Zukunft“

Dr. Paulina Schwarz, geboren in Bozen, aufgewachsen und wohnhaft in Mölten, ist seit 2012 Mitglied im Verwaltungsrat des Raiffeisenverbandes Südtirol. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Bologna und Trient und mehreren Jahren Unterrichtstätigkeit, war sie als  Verantwortliche  für den Bausektor beim Landesverband der Handwerker in Bozen tätig.  1999 gründete sie das Beratungsunternehmen„ Pronorm Consulting“ in Bozen, das auf die Beratung und Unterstützung der Kunden in den Bereichen Arbeitssicherheit sowie öffentliches Vergabewesen spezialisiert ist. Zudem ist Frau Paulina Schwarz als gefragte Referentin in den genannten Fachbereichen im In- und Ausland tätig. 

Frau Schwarz, wie erleben Sie Ihre Arbeit als Verwaltungsrat im Raiffeisenverband?

Als Mitglied des Verwaltungsrates kann ich bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen mitarbeiten und bin in strategische Entscheidungen involviert. Ich habe dabei die Möglichkeit, einen Einblick in das breite Spektrum des Genossenschaftswesens zu erhalten. Speziell zum Thema Frauen in Führungspositionen bei Raiffeisen ist es mir ein Anliegen, mit Informationen und Rat zur Verfügung zu stehen und mehr Frauen für die aktive Mitarbeit in den Raiffeisengenossenschaften – vor allem in den Gremien - zu ermutigen. Das ist eine tolle Herausforderung.

Welche Perspektiven sehen Sie für die lokalen Raiffeisenkassen?

Die Raiffeisenkassen in Südtirol haben durch ihre Nähe zum Kunden vor Ort viele Vorteile, speziell in der heutigen Wirtschaftslage. Sie sind Ansprechpartner der Kunden in allen Lebenslagen und können sämtliche Bank- und Versicherungsdienstleitungen aus einer Hand anbieten. Durch die unternehmerische Eigenständigkeit und überschaubare Betriebsgröße der Raiffeisenkassen sind diese flexibel. Da ihre Geschäftspolitik auf Nachhaltigkeit und nicht auf schnelle Gewinne ausgerichtet ist, leisten sie derzeit und in Zukunft einen wichtigen Beitrag für verantwortungsvolles und nachhaltiges Wirtschaften. 

Welche Erfahrungen konnten Sie mit dem Genossenschaftswesen bisher sammeln?

Ich bin seit fast 20 Jahren Obmann-Stellvertreterin der Raiffeisenkasse Mölten. Darüber hinaus war ich viele Jahre für eine Konsortialgenossenschaft als Interimsmanagerin sowie als Verantwortliche einer interdisziplinären Genossenschaft von 30 Freiberuflern  tätig. Dabei konnte ich zum einen die vielen Vorteile einer Genossenschaft kennenlernen, wie beispielsweise die gleichberechtigte Einbindung aller Mitglieder. Zum anderen sah ich natürlich auch einige Schwächen, vor allem bei Finanzierungsfragen und den damit verbundenen Entscheidungsbefugnissen. Eine Genossenschaft muss – sofern sie erfolgreich bestehen will -  zwar nicht gewinnorientiert handeln, jedoch eine ausgewogene Finanzgebarung und Rentabilität aufweisen. Ihr muss es gleichzeitig gelingen, ihren Mitgliedern Vorteile und Mehrwerte zu bieten. Das macht Genossenschaftsarbeit besonders spannend. Insgesamt bin ich fest davon überzeugt, dass die Stärken des Genossenschaftsmodells überwiegen und es deshalb ein Modell der Zukunft ist.