• 1946 gründen zwei Raiffeisenkassen, eine Kellereigenossenschaft und zwei Konsortien den Hauptverband Landwirtschaftlicher Genossenschaften, im gleichen Jahr schließen sich 14 Raiffeisenkassen zum Verband der Raiffeisenkassen zusammen.
  • 1954 entsteht der Landesverband der Landwirtschaftlichen Genossenschaften. Dieses Revisionsorgan des Raiffeisenverbunds bildet mit dem Verband der Raiffeisenkassen eine Bürogemeinschaft.
  • 1960 kommt es zur Fusion. Am 17. Januar gliedert sich der Verband der Raiffeisenkassen in den Verband der Landwirtschaftlichen Genossenschaften ein. Die erweiterte Organisation ändert den Namen und wird zum Raiffeisenverband Südtirol.
  • 13. Jänner 1968: Das Raiffeisenhaus wird eingeweiht Im Beisein von Bischof Joseph Gargitter und Landeshauptmann Silvius Magnago wird das neu errichtete Bürogebäude in der Raiffeisenstraße 2 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Es wird zum Sitz verschiedener landwirtschaftlicher Verbände und Genossenschaften. Der Raiffeisenverband bezieht im 3. Stock nur einige Büroräume. In den folgenden Jahren entwickelt er sich stetig weiter und baut seine Kompetenzen durch den Aufbau neuer Fachabteilungen kontinuierlich aus.
  • 1970 gründet der Raiffeisenverband in Bozen ein „organisationseigenes Rechenzentrum mit Ausnutzung der Möglichkeiten der elektronischen Datenverarbeitung“, das heutige Raiffeisen Informationssystem, die größte Abteilung im Verband.
  • 14. Juni 1973: Die Raiffeisen Landesbank AG wird gegründet Das Schatzministerium in Rom genehmigt - unter Bezug auf das Paket - die Errichtung einer „Raiffeisen Zentralkasse Südtirol“. Die Raiffeisen-Landesbank – wie sie seit 1994 genannt wird - profiliert sich in den kommenden Jahrzehnten als zentrales Geld- und Kreditinstitut der Genossenschaften und Verbände.
  • 1989: Die Raiffeisenkassen feiern 100 Jahre Ein Jahrhundert früher wurde in Welschellen die erste Raiffeisenkasse gegründet. Raiffeisen feiert in diesem Jahr runden Geburtstag und besinnt sich seiner historischen Wurzeln. Vor dem Raiffeisenhaus wird ein Denkmal zu Ehren des deutschen Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen errichtet. Dazu erscheint das Buch „100 Jahre Raiffeisenkassen in Südtirol“ von Direktor Konrad Palla.
  • 1990: Der Raiffeisen Versicherungsdienst wird gegründet. Der Raiffeisenverband gründet den Raiffeisen-Versicherungsdienst als Generalagentur des italienischen Partners Assimoco. Den Kunden der Raiffeisenkassen wird ein umfassendes Versicherungspaket angeboten, das Absicherung für alle Lebenslagen gewährt. Zu den Kunden des Raiffeisen Versicherungsdienstes gehören viele Institutionen, Vereine und Verbände in Südtirol. Der Marktanteil liegt heute bei 12 Prozent.
  • 1993: Der Raiffeisenverband kooperiert mit Tirol und Bayern Seit 1993 arbeitet der Raiffeisenverband Südtirol mit dem Raiffeisenverband Tirol und dem Genossenschaftsverband Bayern eng zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit erwächst der Verein „Internationales Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum“, das 1995 in Innsbruck entsteht. Gründungsmitglieder sind der Tiroler und der Südtiroler Raiffeisenverband, die Raiffeisen-Landesbank Tirol und die Universität Innsbruck. Ziel des Vereins ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern, genossenschaftliche Thematiken aufzugreifen, zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten.
  • Herbst 2009: Der Koordinierungsausschuss für landwirtschaftliche Genossenschaften und Verbände entsteht. Auf Anregung des Raiffeisenverbandes wird der „Koordinierungsausschuss Raiffeisen Landwirtschaft“ ins Leben gerufen. Vorbild ist der 1989 gegründete Koordinierungsausschuss für die Raiffeisen Geldorganisation. Dieser koordiniert die Aufgaben und Funktionen, die der RVS als Fachverband für die RGO wahrnimmt. Ziel des neuen Koordinierungsausschusses ist es, die Kommunikation untereinander zu verbessern und zu fördern, um Anliegen gemeinsam voranzubringen. Der Ausschuss hat nur beratende Funktion.
  • 6. Juli 2012 Enthüllung einer Gedenkplakette am sogenannten Blauen Haus in Bozen. Im Jahre 1912 errichtet, beherbergte das Haus den Verband der Raiffeisen-Vereine und landwirtschaftlichen Genossenschaften Deutschtirols und war damit Sitz der Genossenschaftsbewegung. Die große Zäsur brachte die Besetzung des Genossenschaftshauses im Jahre 1926 durch die faschistische Korporation der Landwirte. Mit der Machtergreifung wurde das Ende der politisch unabhängigen Raiffeisen-Genossenschaftswesens eingeleitet, die mit der Enteignung des Genossenschaftshauses und der Zerschlagung der Zentralkasse durch einen faschistischen Überfall während der Vollversammlung im Jahre 1927 endete. Die Gedenktafel erinnert an die damaligen Geschehnisse.